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Kleynodien-als einen unentlonderlichen Weil derKayserlichenWürdr.Anderer unfehlbaren Exempel zu geschweigen.
Nachdem aber bey tödlichenHintritt Kayser Ludwig desBevern/dessen Hinterbliebener Printz Ludwig/Marggraf von Brandenburg/dieferKieinodrö fähig worden/wejgerte er sich selbige aushandig zu ma«chen/ bis er endlich von Kayser Carl dem iv, Versicherung erhalten/selbige in Nürnberg oder Franckfurth niederzulegen/ wiewohl folglichKayser Carl solche Reichs-Kleinodien mit sich in Böhmen und garWann die nach Prag genommen. Da aber nach seinem Tod unter ^VcncLßiaoKavs.Crv» sowol als Sigismundo die Hussltische Unruh alle Ruh in dem König-wird nach reich Böhmen verstörte / erkennte Kayser 8-Zmund vor gut/diesenShÄ r3 Schatz der Stadt Nürnberg / als einer Perl des Römischen Reichs»rr-mchr. unt, Krön anderer Städte/ anzuvertrauen; welches dann auch erfolgt/indem man diese Reichs-Kleinodien von Prag nach Nürnberg ge-bracht/ erstlich in 8t. Sebaids Kirche/folglich über aufGeheiß und Be-fehl KaysrrsSigmunds in die neuerbauteHeilige Geist-Kirche gese,tzet/welches sich im Jahr Christi 1424. den ri.Mertz ereignet. Vonwelcher Zeit an dieser Schatz in Verwahrung Nürnbergs gewesen/welcher ihr folglich auch durch alle Kayser bekrafftigt/und fürohin an-tzevtrauet worden.
Allein wir kehren wieder von denen Reichs-Kleynodien und Krönauf dieKron-fahigeHäupter/ sintemal nicht nurKönig } oseph zu ei-H i( nem Römischen König/sondern auch seine Allerdurchleuchkigste FranKavstri,. satter Lleonora^lazctal-nuPKer^üa zu einer Kayferin gekrönk/unddieseKrönung noch vor der Wahl Königs Joseph! den i9.Jenner des1690. Jahrs fürgenommen worden; und zwar folgender Messe:
Mir es dar- Gleich früh bty Anbrechen dieses erwünschten Tags/verfügtenbey herze, sich die drey Geistliche Herren Churfürsten nach der Dom Kirche/ umsongea» daselbst neben den anwesenden Herren Pi-adaten in Pontificalibus diebeyde Kayserl. Kayserl.Maj. Mas. zu erwarten/welchen man dann dieKayseriicheK!emodien/di< bishero die Herren Beputirte der StadtNürnberg in Verwahrung gchalten/in die Sacrisiey der Dom Kir,che eingeilefert.
Um neun Uhr begaben sich erstlich Jh. Röm. Kays. Malest, unddann die Römische Kayserin in einem Sessel/ beyde incognito, m denBischoffö-Hos/und nahmenJh.Durchl.des HerrncoadjutorisZim-mer zu ihrem Aufenthalt/allwo sie sich in weißsseidenen mit Gold ge-stickten Habit gekleidet. Die weltliche Herren Cburflrsten aber/wel-che nicht lang h^ach ebWfallö inLognitö angekommen / verfugten
sich