Druckschrift 
Andrer Theil (1688)
Entstehung
Seite
14
Einzelbild herunterladen
 

_Be schreibu ng der H.:lb-^nsul Msrea/

darauf findet man eine» offenen Marck Argo genannt. Ündwennplan den Weg von Args zur rechten Hand liege» last/ und wendet sichgegen Morgen/sotrifft ma» - 6. Meilen von dar an einen Ort/ sodaheisset Pieda/von dannen kommt man gen Pilis/welches heurigsEagz«ur ein offener Marck ist. Ton Pilisgeht ein Weg über die beedrBerge Füanocio undBslei aufwelchen Edelgesteine gefunden werden,Von dannen 60. Meil gegen Morgen kommt man genNapoli,Rapvliin ' Napoli ist vor Alkers Apobakmi / Heist so viel als das ZsussteiMaus den Schiffengenennet worden. Man sagt das dorten Danau-mit seinen Söhnen an das Land gestiegen/und eine Stadt erbauet Ha-bs. Sie liegt 200, Meilen zu Wasser von Modone/und ist die edelsteund prächtigste unter denSkadten mit welchen Morea zu prangen pfle-get ; wird heutiges Tags Napoli in Romania genennet, und diesenNamen giebt sie auch dem gantzen umher siegenden Land und Gebiet,Von den Griechen wird sie Anaplia/und von dem Sofiano Napli ge-uennet / und dieses deswegen / weil sie von Naupkio einem Sohn de-Neptuni und der Amimsne soll den Namen empfangen haben.

Diese Stadt liegt in dem innersten Wincke! des NeapolitanischenMeerbusens welcher vonPtolomao ArgeiiuS Sinus genennet wird/und ist gegründet aufeiner kleinen Höhe des Vsrgebürgs/ welches sichKn zwey Ehest ausbreitetz der eine Theil der sich biß an das Meer hin-aus epstrecket/machet vor die Seefahrenden einen sichern See-Hafen,Der ander Ehest der gegen das Land hin siehet/verhinbert dieFremdenän der guten Gelegenheit und Bequemlichkeit zu handeln und zu wan-peln/dennsie können nicht wol zur Stadt komen/ais durch einen Wegper Berg auswsrts gehet/ sehr eng und gefährlich ist/ und zwischen demGestaddes Meers/und dem Berg Palamide solchergestalt lieget/ daß«r guf dreven Seiten den anschlagenden Meeres - Wellen Einhaltthut/ mit einem jähäbhanqenden Gestad; Bcy vorfallenden Gelegen-heiten öenimmet dieser Weg dem Feind denVortheil mit HinterlistSN die Stadt auf der Land-Seiten zu kommen, , .

Der Seehafen ist im Eingang eng/und breitet sich hernachineuven sehr weiten Busen aus/und wird wos verwahret von einem star»besetzten Schloß / welches aus einen hohen Felsen zoo. Schuhe vemLand im Meerliegt/ und von dem Vo'ck zu Land nicht kqn bestürmetwerden/und west das Meer-Wasser um den Felsen ziemlich seicht ist/ lVssa« man ihm auch mit grossen Schiffen nicht wol bevkommen. ^

Kurtzzusagen/ diese Stadt ist von Natur wol beseitigst/ sch«herrlich und ansehnlich. Ist weylanb cinBischöffliche Stadt gewesen/