456 Röm, Kaystrl. Mas und der- hohen Al lütteu
Meinevbi» Kopffund Säbel schwörend/er wolle/sobald nur ihr kleiner Sohnsiine
aeDer' vogtbarsJahreerreicht/demstlbendieStadt/ehrlichundredlichwiederSu!'a» ^ eimäumen; hat sie doch/seit dem ktzten Thranen-Blick/welchen sie nachSolymaiis Ofen zurück geworffea/Oftn niemals wieder/mit keinemAugegesehen:sondern esistbiSdaher/unverruckt/cinSitz der Ofner Baffm/und dergantzen Christenheit/ ein schm.rtzhaffter Stachel in den Augen verblis-hen. Bis endlich diß halsstarrige Ungarische Jlium/ Ofen sageMnunverwelcklichem Ehren-Ruhm unserer Helden/ so davor gelegen/ undzwar sonderlich/des tapffersten Chursürstens inBavern/welchem heroi-schen Fürsten sein vor diesem Platz leuchtender Heldm-Eyfer / eine un-sterbliche Glori / in dergantzen Christenheit erworben / wie auch desgroßmütigen Hertzogsvon Lothringen/ nunmehr mit unvergleichlicherTapfferkelt/ und unüberwindlicher Standhafftiakeit der Unsrigen/derunüberwindlichsten Majestät/ des Römischen Käysers/ anjetzozudenFüssen gelegt worden.
Es wird zwar insgemein dafür gchalten/diese Wkeder-Einnahm/sey eben an dem Tag geschehen- an welchem Solymannuö/vor 14s.Jahren/eszum letzten mal arglistig und brtrieglicher Weise/eingenom-men: Aber solches kan ich nicht gewiß versichern: angemerckt/Thuanusund Forstnerus wollen/Ofen sey/am 29. August,/der Cbristenheitge-raubcwordewWelcheSabermitJsthuanfionichtzustimmetcherdieAb--und Wegreise der Königin aus Oftn/ ausden 26. August! versetzt.
Weil nun Solymann etliche Tage vorher/nach Ofen listig besetzthat/ehe die Königin sich solcher Falschheit versehenzund solcheBesctzungbillig für die Einnehiyung zu halten: als dörffte vielleicht solche anfäng-liche Besetzung/an, 2. Septemb (2 z. Aug.) und hernach 6M29.AM.alten Styli / welchen dieser Author in seinen Historien fuhrt/ eine völli-ger« erfolgt seyn.
Diese lang-gewünschte Eroberung,ist auch um so viel herrlicher/weistunstrs Theils / nicht mehr / als zweyhundert / oder (wie andere zehlen)drcyhundert/ welchenauchdenObristenSpinoladasUngluckeinge-mischt/ das Leben darüber eingebüst. Denen so wol/als allen andern/so vor diesem Blut-triefenden Ort / ihr Leben/ GOtt/ und allgemeinerChristenheit zu Ehren/ aufgesetzt/ ein unsterblicher Ruhm aufErden/und ein herrlicher Ehren Krantz/in jenem ewigenReich der Ehrenlwa«sie sonst in derHuld Gottes verblieben) Vorbehalten bleibt.
Diß war nun das Ende dieser so blutrünsligenBelägernng/die so manchen tap er«Kriegs-Mann eher das Hertz / als den Mut abgedrnckt. Gebe GOtt/ daß dielerMeuer erworbne Ort, weder die letzte,noch allerfürnchmsie Ehre Christlicher Wan»fto/auch nimmermehr wieder an die Türcken übergehe; sondem-inRomW-ikäoserilcher Majestät unsres glorwürdigsten keopoldi und Geinrrhohe« Reichs-Nachfahre» Gewalt,bebarcr/ob»
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