Druckschrift 
Andrer Theil (1688)
Entstehung
Seite
313
Einzelbild herunterladen
 

T rruniph--leuchtcnderAtt'egs--Helm. ;'i;

MigesPmß machte. Und hiemit kamen dieVölcker seidige Nacht A. isz§.wieder in ihr Lager. Die Gefangne sagten/ daß die Bezahlung unterden Türcken schlecht gewesen/daher auch etliche Fahnen den Tag zuvorvon ihnen gegangen waren- Jmüdrigen hatten sie zooo. Mann er-wartet/mit denen sich der Seraskier hinter dem Christlichen Lager aufdmBergsetzen / und ein Quartier nach dem andernmit Stücken undBomben ausheben wollen. Welches dann ieichtlich geschehen können/wann nicht eine blutige Niderlage diesen Anschlag/als einen Entwurfseitler Gedancken/ auögelöschet / und dieses trutzigen Seraskiers Com-pas/ samt dem Lager verrücket hatte; Indem er zuvor i so Cameclenach Modon geschickt/Munition/ Stücke/ und alleZugehörung vondannen abzuholen.

Nachsolchemglücklichen Sieg / ließ der Feld-Marsch all/ den f.Austorde«

(15 -) Junii die Belagerte nochmals auffordern / welche einen i o. tagi-gen Aufschub begehrten / von dem Feld-Marschall aber diese Gegen-Antwort erlangten: daß/ wann sie Quarnison in das Schloß nehmen/und sich in die Stadt retiriren wollen / sie dieselbe haben könten/widri-gsn Falls aber möchten sie r. Geiseln heraus schicken / und eben so vielvon Christlicher Seiten annehme» / damit man desto sicherer kractirenkönte/wie langeZeit ihnen ihre Sachen heraus zu bringen/und denOrtzu raumen / gegeben werden Me; würden sie aber warten/bis man dieCanonen lösete/ und die Mauren ruinirte / so wäre hernach auf keinenäccorch so schlecht/ wie sie ihn auch nur haben wolten/zu drucken. Dieseletzere Rede bewegte sie gleich / daß sich 6 . der Vornehmsten heraus be-Sclbi«gaben/und als Geiseln stellten/ shnedaß sie einige dargegen zu schickena«ord,rl.verlanget/ selbige begehrten^ Tage Zeit/ihre Sachen unterdessen wol«inzupacken. Welches dann verwilliget worden / nachdem zuvor derHerr Feld - Marschall sich zu dem Herrn General - Capitain verfüget /und mit demselben Conferentz gehalten.

Den 6 . (16.) dieses kamen die Turcken in der Stadt/ um all ihreNmmunition/welche bey dunckler Nacht in die Lufft flog/deren das ent-setzliche Geheul der Weiber und Kinder das Geleit gab.

Ob nun gleich dem Feind zugelaffen ward / erst den 9 dieses abzu-Mg deierziehen/ so sähe man doch gleich die Güter vor der Zeit nach den Sch aff rr'"^ A "bringen und die Stadt raumen/welche viel Blut würde gekostet haben/wan die stürmende Hand/ und nicht vielmehr der kluge Verstand eineserfahrnen Feld-Marschalls/die Thore >arzu eröffnet; angemei ckt dochmeistemheils / nach dem vernünfftigen Ausspruch jenes FrantzösischenAdmirals / Herrn von Chastillon/ Die Belagerung fester Städte»md Gereer/der Soldaten Lirchhöst stv«.

u. Theil. Rr Die