Druckschrift 
Andrer Theil (1688)
Entstehung
Seite
138
Einzelbild herunterladen
 

I rr Räm^serl. Mas. Uttb der- h-henAlliir ten

Augen sollen solcher Ergötzung zu unauslöschlichem Angedenken mittheilhasstig werden. Dann so bald es den ;o. August, / Abends etwasschlumer ward/ liessen sich die Paucken und Trompeten wacker hören/welche in r-Theil getheilet waren/und eineParkhep der andern ant-wortete. Nach gegebener Losung etlicher Racqueten / zündete manden zu Pferd-sitzend gemachten Türcken an / welcher/ nachdem er inBrand gerathen/sich etlichmal tummelte/so/daß man wegen der vielangezündeten Pech-Krantz-Lampen/ die Estandarte/ worinnen dreyhalbe Monde/und den Köcher mitPfeilen aufdem Rücken sehen kon-<e> Nachdem der Türck ein wenig gebran dt/ spyhe er Feuer und Flam-men von sich/und zündete den hinter ihm stehenden grossen Adler an/so von unterschiedlich fünfferley Feuer gemacht/welcher dann eine Kai-serlicheKron aufmHauptiin der rechtenKsaue einL-chlacht-Schwerdt/jo unterschiedliche Schlag und Hieb vonsichgabe / und in dcrlinckenKlaue einen Türckischen halben Mond; über dem Adler stund: VI-QLO?Ol-vll8 kLI-IX ^U6U8l-ll8. OberdemTürcken/ an dessen rechten Hand stunde / ? L X L ^ V, und an der lin-cken /1UR. Ll Welcher dann fort und fort in einem weissen Feuer

brannte. Mittler weile wurden schöne Racqueten/ und viel Wasser«rindLufft-Kugeln/so trefflichen Effect khaten/ aufgeworffen/ bis daßdas?LR-L^11'llR.L^zu End gekommen / so wol L. Stundegewahret. Zu letzt / wurden aus; - Postementen/ und zwar jeglichembey zo. Racqueten in die Lufft prasentirt/ und gewan solches Freu-den-Feuer/ zu vieler tausend Zuschauern grossem Vergnügen / seineEndschafft.

zg, Drilffel. Ob nun wol sonsten hin und wieder in dem H. Rom Reich/ vor«nemlich zu Cölln/Düsseldorfs/ Bonn/Gülch/Mühlheim und Pader-born/auch anderswo / wegen dieser stattlichen Victorien/sonderbareFreuden-und Danck-Bezeugungen vorüber gegangen; so hat mandoch auch ausserhalb des Reichs/nicht allein zuRom und Venedig/son-dern auch in Hispanien/das darüber geschöpffte Wolgefallen nicht ver-schweigen wollen/ Massen man zu Brüssel nicht allein dke unvernünftigeCarthaunen mir grossen Krachen ihre LonZrsrulscion hierüber oble-gen hören/sondern auch die vernünffkige Menschen der hohen Göttli-chen Majestät / das Lob-Opfferdanckbärer Lippen / oblegen / und un-terschiedliche Lust-Flammen anzünden sehen.

Zu Neapel aber verewigte man die Gedachtniß dieser KaiserlichenSiege/ mit einem wundersamen Stier-Gefechte/ dabey alle Hauserüberaus herrlich mit Tapeten und güldenen Tüchern behänget waren/so gar / daß auch der Vice-Roy selber nicht umerlassen können / dee