Druckschrift 
Andrer Theil (1688)
Entstehung
Seite
8
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8 _R öm. L väy ferl. Mas und de ro hohen Allurten

r«!en s»cht Nachdem man nun Polnischer Seiten sähe/ daß man durch diedierattarn streiffende Tartarn stetig beunruhiget wurde/so suchten seine Majestät/von de» nne dieTarcarn von den Türcken möchten abfällig machen/wozu siekremen"*" dann die Gelegenheit nahmen- und dem Abgesandten/welcher imNa-men des Tartar-Chams eine belectiarlon an dem Polnischen Hofange-botken/ solches nachdrücklich hinterbrWten/ und zum Wem sich gantzallein mit demselben unterredeten/wclchcs die Polen selbst übel cmpfan- >den, ob schon aufSeiten des Königs wenig darnach gefragt wurde/als welcher sich auch zum Hei! der gesamten Christenheit um eineBünd-undAerei- nnsi oder Conjunction mit beeden MoscowitisclM Czaaren bewarb/solche aber durch Türckische List und Spitzfindigkeit/womit sie heut zuTag die klügestenPoliticosübertreffen/mehralsdurcheigeneLiebezum'Frieden/eingeschläffsrt fände.

Gleichwie aber die Spinnen ihr unnützliches Gewebe nicht nur imfinstemWmckcl der geringen Baursn-Huttlein/sondern auch an denvergüteten Bühnen der Königlichen Zimmer auszuhangen/ sich un-terstehen; also fanden sich damalen cinigeLaster Spinnen/welche dasGisst ihres Argwohns auch der Königlichen Polnischen Krone anzü-Kalscher schm ieren/ keinen Scheu trugen; ausstreuende/ ob dörffte selbiger-Dcrdachkig die absonderliche Friedens-Tractaten zwischen selbiger Cron undsronNu'vu, der Oltomannischen Pforten noch ehlstsnö elnwilligen/und zwar um^ ^ Abtrettung Caminiec allein: welches zu beschönen/man sich dieses Für-niß b.diente: i. Weil Caminiec mit genugsamenPrsviantundMan-schafft versehen und darzu an sich selbst überaus vest sei)/dörfften JhroMajestät solchen Ort so leicht nicht einbekommen; und könte Ofen/welcher Ort doch hiebey nicht zu vergleichen/es darthun/wie vergeblichdis angewandte grosse Vkühe daran gewesen. 2. Könte derKönig gleichnach gsschlossnem Frieden wieder brechen/und denErb-Feind uuverhofkund scharff genug anfallen. Oder falls z.Jhro Majest. den Frieden un-zerbrüchlich halten wollen/ sie dannoch unter der Hand dem RömischenReich eine gute Hülffe leisten könten. Allein/die Zeit hat dieses Lügen-Gcweb durch den Kehrbesen der Erfahrung dergestalt hinweg gefeget/daß Europa sich noch heutiges Tags über die Standhaffsigkeit dieserCron be» der geschloffenen dreyfachenAlliantz/böchstens zu erfreuen hat.Massen kurtz hieraufJhro Pabstl.Heil. von Jhro König!. Majest. inPolen ein Schreiben erhiclten/in welchemSeineMajestät versicherten/daß sie ihr gantzcs Vermögen/zu Dienst der Christenheit/ln bevorste-hendem Feldzug gegen den Erb-Feind anwenden wollen/weßhalbenSe. Heiligkeit/um solchen Eifer desto besser zu unterhalten/wiederumI acroo. Scudi an Jhro König!. Majest. übermachen tiessen.