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[1] (1688)
Entstehung
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219
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ttviesgrösicr/alS/daß durch einen/oder andern sieghafften Streich/ihm alle seine Macht-Arme selten abgehaurn/oder die Federn so ge-rupfft seyn/ daß er sich nicht wiederum empor schwingen könte. Manführte die vergangene Zeiten zu Erinnerung/darinewn er zwar auchbißweilen eben hartgetroffen worden; aber/ in kurtzexZeit sich wieder«cholt/und der Christenheit neue Unruhe erweckt hatte.

- Zudem seynd / in diesem Jahr/alle Kriegs - Geschaffte / unserer ZWWeSeiten/zumal bey dcr Haupt Armee/ nicht so mit dem Strom gegan- M- Te.gen/wie man zwar wünschte: Massen derSieg nicht allezeit sich zu der sand-enStreitbarkeit gesellet / sondern offt/ damit die Ehre hernach desto grös «ach derser sey / eine lange Weile verweilt. Wer ist des Glücks im Kriege so Mvhai-vsrsichert/daßer keine Abwechslungen desselben befahren/ und sich da-wider gefast halten müste? Die Campagne dieses 1684. Jahrs hat esgewiesen/daß Kriegen und Siegen nicht allstets aufeinander folgen/massn man hsrnach/mitdamalsvergeblicherVolck u.Geld-fressenderBelagerung der Stadt Ofen/solches wohl erfahren hat. WerKriegsühret/darffseinen Feind niemals zu gering achten; sondern muß sichwlder das Miß-Glück vorher in Postur stellen/ ehe dann er einbricht.

Dann kein Feind ist für gcdampffr und entkrafftet zu achten / wann ergleich hart etlichemal getretten ist / so lange er noch nicht gar zertrettenworden. Dwhalben trachtete man diesem reissenden Wolffe undUn-gehmr/nemlich dem OttomannischenWütrichs-Reich/noch ein paarstarcker Rüden oder Bären an die Ohren zu hencken/ das ist/ mit denenbeyden Russischen (oder Moscowittischen Zaarsn ) gleichfalls eine Al-liantz auszurichten: auf daß der Barbarische Feind/von vielen Seiten/zugleich scharffangetastet / rechtschaffen einmal gedemühtigk/und derMuht/ oder vielmehr Ubermuht / womit er bißhero so vielfältigen Fre-vel und Blutstürtzungen gegen der Christenheit verübt/ihm genommenwürde.

Also wurden/von allerhöchst-gedachter Kayserl. Majestät/ zweenAbgesandten/nach der Moscau geschickt/ um denen beyden ZaarischenGebrüdern / solche heilsame Bündnüß vorzutragen. Diese giengenburchPolen/woselbsifie/wegendesallzutieffenSchnees einezimliche ,

Zeit still liegen; und eines reißbaren Weges erwarten musten. End-lich gelangten sie/im Mayen 1684.Jahr / bey der Haupt-StadtMsscau an; wurden auch mit ehrerbietiger hoher Pracht empfangen.

Sie waren noch anderthalb Meilen von dieser Zaarischen Hof-Sitz- N UStadt/als ihnen eine schön-staffirte Manschafft/ bis in viertzig kaufend/ und Volck,dem Ansehen nach/siarck/mit ftohlockend-jauchzendem Gepränge der racheHeerpaucken / Trompeten/ Trummeln und Schalmeyen entgegen hvlunz.

Ee ij zoch/