-- Z2Z
Gemahlin des Prinzen von Asturien gewählt haben. IchG werde sie stets als meine eigne Schwester betrachten, und alsein neues Pfand der Verbindung der beiden Monarchien, die^ für beide Nationen so erwünscht, und für die allgemeine Ruhe
! so wichtig ist. Ew. Majestät konnten nicht mit mehr Klugheit
und Edelsinn für dieses theure Gut sorgen. Ihr Gebet umdie Erhaltung desselben, das Ihre Frömmigkeit der Erhörungso würdig macht, wird stets das meinige begleiten. Ich kannmir keinen edlern Zweck versehen, als mich ganz in Ihre Ab«sichten zu fügen, und Ihnen durch alle Handlungen meinesLebens die Freundschaft, die Ergebung und Erkenntlichkeit,wovon ich gegen Sie voll bin, zu beweisen«
Brief des Königs Ludwigs XV. an die Königinvon Spanien.
Paris den 4. Stöber 17-1.
Da« kostbare Geschenk, bas Ew. Majestät mir gemacht,indem Sie mir die Infantin bestimmten, hak mich schon ganzz» Ihrem Sohne gemacht, Und Mit welcher FceUde sah ichaus Ihrem liebevollen Briefe vom rr. September, daß Sieauch Mutter gegen mich seyn wollen. Ich darf mir schmei«cheln, daß ich mit der Prinzessin nunmehr Einen Platz inIhrem Herzen behaupten werde, und daß Sie die Zärtlichkeit,die Ihnen das Blut gegen die Tochter gebietet, auf uns beideübertragen werden. Ich erwarte die Prinzessin mit Unze«duld, um ihr recht bald die Aufmerksamkeit bezeugen zu kön«nen, die ich ihr schuldig bin, um ihr von Tag zu Tage Be«weise einer unwandelbaren Liebe zu geben, und nm ihre Zärr«lichkeit zn verdiene», die das ganze Glück meines Lebens ma«chen wird. Aber ich werbe dieß Glück stets und mit dem Ge-danken genießen, daß ich es Ew. Majestät schuldig bin, undmeine Liebe zur Infantin wird eins sey» mit der Freundschaftlind Dankbarkeit gegen Ew. Majestät. Durch die Wahldes Fräuleins von Montpensier für den Prinzen von Asturien,an der Ew. Maieftal Theil gehabt, ist meine Verbindlichkeitnur verdoppelt. Ich wiederhole hier, was ich schon demKönige von Spanien versichert, daß ich diese Prinzessin als
L - meine