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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
Seite
318
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Vcrhältniß zu Sr Majestät und über die Erwartungen, dieer sich von Ihnen macht, erklärte. Er kann ihn versichern,daß der König, abgesehen von dem neuen Bande, das in Zurkunst ihr Interesse vereinigen wird, gencjgr ist, das Interessedes Königs von Spanien wie sein eignes zu behausten, undin allem, was von ihm abhängt, seine Zufriedenheit zu errlangen suchen wird, daß er sich hiezu nur noch mehr durch di«neuen Beweise, die er von seiner Freundschaft erhalten, ge«drungen fühlt, und daß er keine Gelegenheit vorbeiiassen wird,wo er ihm Beweise der seinigen geben kann; aber währender ihm diese Versicherungen in den lebhafteste» und bestimm»testen Ausdrücken gibt, muß er zugleich Acht habe», daß erhei dem Könige von Spanien nicht den Wunsch wieder regemache, de» er seit seinem Beitritt zu den Londner Tracratenimmernoch gehegt hat, mit Hülfe Frankreichs einen zweitenKrieg in Italien anzufangen, und daselbst seine Ansprüchegeltend zu machen.

Man weiß mit Gewißheit, daß dieser Monarch, derdurch alles was seine Würde verletzt, so leicht zu beleidigenist, zu seinem Unternehmen auf Sardinien und Sicilien bcrsonders durch die seiner Würde in der Person Moling'sangethane Beleidigung bewogen wurde, welcher auf seinerRückkehr von Nom nach Spanien zu Mailand angehalten worrden; und cs wäre nicht unmöglich, daß er unter den gegenrwärtigcn Umständen nach dem, waS zu Wien geschehen ist,noch stärkere Auffoderungen zur Rache empfände.

ES scheint in der Thal, nachdem der Londner Tractatvom Könige von Spanien angenommen worden, als habe mannicht zu erwarten, daß der Kaiser seine Rechte ausüben undsich eine Gewalt anmaßcn werde, die nur der Krone vonSpanien zukömmt; und doch hat der Kaiser dieß gerhan, inrdem er mehreren den Titel Grandezza gegeben.

Man weiß noch nicht, welchen Eindruck die Nachrichtvon diesem Schritte auf den kath. König gemacht har. Mankann nicht zweifeln, daß es ihm anstößig scyn wird; aber ob«gleich man ein solches Unternehmen nicht entschuldigen kann,so ist cs doch sehr wichtig, daß man den schlimmen Eindruckwo möglich zu lindern, oder wenigstens den üblen Folgen vor«zubeugen suche, indem man den König vcn Spanien auf seineignes Interesse verweist. Man muß ihm die Hoffnung las«sen, daß er Gcnugthuung dafür erhalten werde, wenn ihmdieß am Herzen liegen sollte, ihm aber vorstcllen, daß man