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des Königreichs Neapel bemächtigte; die Eroberung würdeleicht und schnell von statten gehen, und er versprach vonseiner Sette dem Könige von Siciiien, eine'Armee in dieLombardie auf Spaniens Kosten zu senden. Da er zu gleicherZeit mit den Nordischen Mächten, und besonders mit denMißvergnügten in Frankreich, den Anhängern des vorigenHofes, in Unterhandluna stand, so gab er dem Herzog vonSavooen zu verstehen, dan er dem Regenten solche ernsthafte Derschaftiqungen geben werde, dast er nicht leicht etwas Entschiede««es gegen Spanien unternehmen würde; und um den König vonStritt.» zu lochen, rühmte er den Neichthum Spaniens, undließ merken, daß gebe großmüthige Handlung des Herzogsvon Savoyen gegen den König von Spanien von diesem durchgleiche Großmurh ern ledert weiden würde, und endlich ver«wies er ihn auf das gemeinschaftliche Interesse Spaniens undSavoyens, welche beide nie darein willigen dürften daß dieDeutschen zum Nachrheil der Ruhe und Freiheit Italiens,in diesem Lande ihr Ucbergewickt behaupteten.
Seinem ersten Briefe letzte Albcroni noch ein eigenhändirges Schreiben bei, worin er ihm die Nvthwendiqkeit seinesBeistandes für das Glück des Unternehmens auseinander sch«te; er sagte: wenn die vornehmsten Plätze dem Könige vonSpanien nicht anverrraut würden, so müsse das Projeck scheulern; diese, der Klugheit scheinbar so zuwiderlaufende Hand»lung des Vertrauens sey gleichwohl für sein Interesse nothwenrbig, damit, im Fall ihre Expedition eine schlechte Wendungnähme, diese Plätze den Spanischen Truppen zu einem sichernZufluchtsorte dienten; und wenn der König von Siciiien fettnen Beistand versagte, so würde er gezwungen seyu, dievon den vermittelnden Mächten gethanen Vorschläge anzuneh«men. Hingegen wenn er zur Eroberung von Neapel mitwic«ken wollte so wollte Alberoni zwar schriftlich keine bestimm«ten Anerbietungen thun, soderte aber den Herzog von Savoyenauf, daß er einen Mann zu ihm senden möchte, der sein Ver«trauen besäße, und mit der nöthigen Vollmacht ausgerüstetwäre, um einen Tractat abzuschließen, und setzte hinzu, daßsich nie wieder eine so schöne Gelegenheit darbieten würde,und wenn sie der Herzog von Savoyen vorbei ließe, so dürfteer nie wieder hoffen, einen König zu finden, der seine Machtund sein Geld daran zu setzen geneigt sey, um in einem Lan«de, wo er keine Ansprüche mache, Krieg zu führen, nochdürfte sich wieder ein Minister bei diesem Könige finden, der
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