2- Es ist Jammer und Schade, daß die jungexriricosso cle Conti nicht bei frommen Acuten ist. Dennsie hat gar ein gut Gemüth, aber schlimme Gesellschaft, soman bei ihr läßt. Sie hat ein häßlich ungezogenNärrchen-zum Manne, stehet gar böse Exempel anvielen Qrten vor ihren Augen ; das verdirbt sie ganz,und hindert, daß sie nicht so sehr auf ihre Repu-tation stehet, als sie billig thun sollte. Den rrtenJul. 1716.
z) Wenn sie will, muß man sie lieb haben; sie hatgar angenehme Manieren an sich , und ist sanfkmürhigund ohne Humvren, sagt allzeit waö obligantes. Denisten Jul. 1718.
4) Die Prinzeß Conti hat ihrem Herrn bangegemacht. Sie hak Flinten und Degen neben ihr Bettgesetzt, und ihn versichert, daß, sobald er mit seinengeladenen Pistolen kommen würde, wollte sie mit derFlinte nach ihm schießen, und wo sie ihn fehlen sollte,wollte sie ihn mit den Degen erwarten; seitdemhat er keine Pistole mehr. Den ersten Jul.1718.
;) Die junge Prinzeß cl« Conti hat sich abermalsblessirt. Ihr Herr hat sie geplagt, und weinen ge-macht, daß sie drüber ums Kind kommen ist. Den gtenFebr. 1719.
6) Sie sagt, es wäre» nicht die Franzosen gewe-sen, so ihr ihr Herr gegeben, sondern nur Is cksuüsxisee; meinte also, «6 wäre leicht zu heilen. Denrosten Jul. 1719.
7) Seitdem ihr Herr ihr das bewußte Präsentgegeben, lebt er wohl mit ihr und sie mit ihm. Denrosten März 1720.
8) Verliebt ist sie nicht von ihrem Herrn und kannes nicht seyn, er ist gar zu widerlich von Humor undFigur; das Gesicht ist nicht, waö er am häßlichsten
hat,