Harlay.
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durch welche Infamie er sich das Depositum zueigncte, wel-ches ihm sein Freund Nüvigny anvertrauc hatte. Aus diesenbekannten Fakten kann man auf das schließen, was weniaerbekannt ist. Seine so verderbte Seele wurde, nrchr von Ge-wissensbissen — denn diese kannte er nicht, oder ließ wenig-stens nie merken, daß er davon ergriffen werde. — sondernvon einer Laune gequält, welche an Wuth gränzke, die ihnnie verließ und ihn jum Schrecken und zur tödlichen Quaalaller die mit ihm zu thun hatten, machte. So wie sie sei-ner selbst nicht schonte, so schonte sie niemandes; ihre Aus-brüche waren häufig und stark. Die Freude war allgemein,als man von ihm befreyt war, und das Parlament, dasunter seinem harten Joch bisher geseufzt hatte, hatte wohldie größte. Es ist schade, daß man nicht Harlayana vonallen seinen Aussprüchen gesammlet hat, welche diesen Coni«ker charaktertsiren und die zugleich eine angenehme Unterhal-tung gewähren würden. Mehrere sind von ihm öffeiikliH,ausseinem Zimmer, und ganz laut bey voller Versammlung ge-sagt worden. Ich kann mich nicht enthalten, einige der her-vorstechendsten anzuführcn.
Montataire, Laffays Vater, deii^uä. lavrroliells im J.17-4 das Ordensband verschafft hatte, hatte zu seiner zwey«ten Frau eine Tochter des Bussi Ravurin genommen, derdurch seine stissoirs snaorireul« ciss Ouules, die ihn fürden Nest seines Lebens unglücklich gemacht hat, so bekanntist. Man» und Frau, die ich beyde gekannt habe, warenbeyde große Sprecher, und, wie man sagt, sehr große Chika-neurS. Sie kamen zum ersten Präsidenten zur Audienz. Als -die Reihe sie traf, und der Präsident zu ihnen kam, wollteder Mann das Wort nehmen, aber die Frau ließ ihn nichtreden, sondern fing selbst an, ihre Sache aus einander zuseren. Der Präsident hörte einige Zeit zu; hierauf unter-brach er sie und sagte: ist das ihre Frau, mein Herr? Ja,mein Herr, antwortete Montataire über die Frage sehr be-troffen. Wie sehr beklag ich sie, mein Herr, versetzte dererste Präsident, indem er mitleidig die Achseln zuckte, undwandte sich von ihnen weg. Alle, die es hörten, konnten sichdes Lachens nicht enthalten, und die Heyden gingen bestürztund ausgebrachr hinweg. ohne von dem ersten Präsidentenaußer dieser Svtttse etwas erhalten zu haben. — Frau von
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