warten, bis der Kaiser dem Grafen von Zinzendorf Befehlgibt, abzureiscn, weil cs unschicklich wäre, wenn ich derErste ftyn wollte, der dirß thäte.
Ich habe dem Herzog von Savoy n sagen lassen: wenner für seinen Gesandter, in Wie» etwas befürchte, solle erihn sogleich zurückbcrufcn. Der Graf von Zinzcndorf würdeschwerlich Griffel für Sie und ihn zugleich ftyn können.
Brief von dem Herrn Marquis von Viliars, anHerrn von Chamillart.
den i. Juni 170k.
Mein Herr! Ich sehe aus Ihrem geehrten vom ro.Mai , daß Se. Majestät glauben, der als Hauptmann b,-ymeinem Regiment stehende Herr von Bonnaire seye nochbey änir. Er ist schon über andeithalb Jahre beym Negirment; und Sie werden selbst einsehen, wie nörhig nur, unrter den gegenwärtigen Umständen, ein Mann von Kopf undFestigkeit wäre.
Zck hatte nicht Zeit, Ihnen mit dem zuletzt abgegantgcnen Eilboten zu schreiben, und habe deswegen den Herrnvon Frejus gebeten, Ihnen mit wenigen Worten zu sagen,daß mein Haus täglich in Gefahr sey, und ich einen Mannhöchst nörhig brauche, weicher nicht allein die Dienerschaftzur größten Vorsicht, sondern auch zu einer standhaften Vrrilheidigung anhalten könnte. Der Pöbel in Wien, weicherschon so viele Epceffe begangen hat, und ivükhender ist, alsirgendwo, war, bei) dem ersten Gerücht von der Verschwörrn,;g in Ungarn, schon im Begriff, mein Haus anzugrerfen.Man hat mich benachrichtigt, daß die Canaille sich schon zu«sammengerottet hatte, und gegen mein Hans lief, als einer«nrer ihnen, durch Klugheit oder Furcht zurückgehalten, ihnensagte: Wir muffen den Tag abwabten.
Sie werden indeß erfahren haben, daß zivey'Lothrinrgische Offiziere, b.'ydrs sehr schöne Leute, von denen derEme Hauptmann und Adjutant bey dein Prinzen von Badenwar, die in einem Wirthshauje waren und französisch sprarchen, von dem Volk absichtlich in einen Streik verwickelt
wurden;