fehl von seinem Herrn nicht abreissn darf. Zcb werde Kaderalles ruhig avwarken. Endlich sagte er mir das, was Ln.Majestät schon aus meinen letzten Depeschen bekannt ist. . . .
Da er mich in Rücksicht ans das, was mich persönlichangeht, standhast sah, eröffnet? er mir die ziepte Nachricht,die ich Euer Majestät schon gemeldet habe. Auf meine Fra?ge: Wann ich ihn Wiedersehen würde? sagte er mir, er habeeinen kleinen stummen Husaren, jdiese» werde er in der Nacht,das heißt, zu einer bestimmten Stunde der Nacht zi- mirschicken; ich dürfte ihm alsdann nur ein Zeichen geben, sowerde er zu mir kommen. Zch mißrieth ihm, sich diesemStummen anzuvenraucn, und machte ihm dagegen denVorschlag: er möchte sich in zwei) oder drei) Tagen in de nersten Vorzimmer des Kaisers cinfinden. Wenn ich alSdan--mcine Stirne berühren würde, so sollte er genau e.bends um9 Uhr an meinem Hause vorbepgehcn; ich würde an meinemFenster seyn, und ihn in ein Zimmer führen, wohin mankommen könne, ohne von jemand bemerkt zu werden.
Nach einer zweystündigen Unterhaltung trennten wiruns. Ich habe erst drei) Tage nach diesem Vorfall meinenEilboten abgeschickt, weil ich erst gewiß erfahren wollte, obdieser Mann auch wirklich der scy, für den er sich betz mirausgab. Ein junger Mensch, den mein Secretatr von derStraße wegrief, und mir einer Bestellung ausschickte, bloßum zu erfahren, wie der Sccrclair des Grafen von Kaunizaussehe, machte uns eine Beschreibung, die ganz mit jenen:Mann übcreinkam, und auf einen, der sich Rupelltz nennt,zutrifft. Mehr konnte ich nicht herausbringcn, und weilich glaubte, in so wichtigen Dingen setze es besser, wennich Zhnen schnell davon Nachricht gäbe, wenn man auchgleich den Verdacht haben könnte, daß sie falsch setz» möchte,so wollte ich es nicht länger aufschieben.
Ich habe indeß viel über diese Begebenheit nachgedacht;allein ich weiß noch nicht bestimmt, welchen Zweck man da»be>) haben konnte. Wenn die ganze Nachricht falsch ist; somuß einer der ersten Minister geglaubt haben, wenn er michdadurch in Furcht setze, so werbe ich abreisen; alsdann könneman mich, entweder wegen meiner heimlichen Abreise arreeliren, und dadurch meine Theiinahme an dem Aufruhr der
Urige