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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
185
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tigk und erzürnte Vendome gebot ihm, zu schweigen,und sagte in einem stolzen Ton, in Gegenwart aller:Er möchte sich erinnern, daß er nur unter der Be-LinoMg hier seye, um ihm zu gehorchen." Diesestolze Aeufferung, geradezu einer Zeit, wo man dieFolgen einer gegen seine Faulheit und seinen Eigen-sinn beobachteten Nachgiebigkeit , woraus dieses Un»glück entstanden war, so schwer fühlte, empörte alle,welche zugegen waren. Der junge Prinz, an den siegerichtet waren, gewann bei) dieser Gelegenheit einengrößeren Sieg über sich selbst, als der Feind über ihnerhalten hatte. Er fühlte, daß mau cS entweder aufsaufferste treiben, oder ganz schweigen muffe, und wargenug Herr über sich selbst, um das Letztere bcobach-ken zu können.

Vendome fing an, über die Schlacht zu sprechen,und wollte beweisen, daß sie nicht verloren sey, dieHalste der Armee nicht gekochten habe, und man ein-zig darauf denken muffe, sie den andern Morgen wie-der anzufangen; daß man daher die Nacht benutzen,auf demselben Posten, wo man seye, bleiben, und sichso viel möglich noch mehr in Vorthcil zu setzen suchensolle. Stumm hörten alle Anwesenden einem Mannezu, welcher keinen Widerspruch vertragen konnte, undunverschämt genug war, einen eben so unverzcihtlichen, als unglaublichen Ausfall gegen den gewissenErben der Krone zu machen, womit er deutlich bewies,was diejenigen zu erwarten hätten, welche es wagenwürden, etwas anders als Beyfall gegen ihn zu aus-jern- Das Stillschweigen dauerte fort. Niemandkonnte ein Wort Hervorbringen.

Endlich unterbraches der Graf vonEvreux, durchLobsprüche auf den Herzog von Vendome, seinen na-hen Verwandten und Begünstiger. Man wunderte

M; sich