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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
10
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schicken, weiches der Herzog von Parma feiner Sicher-heit wegen von ihm verlangt habe. Man hatte nach,her Ursache zu vermmhen, daß der Herzog mit demPrinzen Eugen einverstanden, dies absichtlich deswegengcthan habe, um Cremona, bei) den neueren verschiede-nen Bewegungen deS Feindes, desto mehr zu entblößen.Revel, als ein kluger Mann, hielt bloß das Deta-schement bereit, ließ es aber nicht abgehen. DerMsrschall von Villcroy nahm seinen Weg über Mai-land, wo er mit dem Prinzen und Vaudemont sich be-sprach. Von da kam er den letzten Januar, bey gu-ter Zeit, zu Cremona an. Zwar billigte er nun dieGründe, welche Revel dafür angab, daß er das De-taschement nicht nach Parma abgeschickt habe; alleinman bemerkte, daß er in einer zahlreichen Gesellschaft,in welcher er zu Nacht speiste, ausserordentlich zer-streut und einsilbig war, und sich sehr bald entfernte.

Prinz Eugen hakte erfahren, daß zu Cremonaeine alte Wasserleitung war, die sich weit ins Feld er-streckte, innerhalb der Stadt aber in den Keller einesHauses lief, worin ein Geistlicher wohnte. Manwußte, baß dieser Wafferleiter seit kurzem gereinigtworden scy und wenig Wasser habe, auch daß dieseStadt ehemals durch diesen Canal überfallen wordenwar. Der Prinz ließ insgeheim den Eingang im Fel-de in Augenschein nehme» und gewann den Geistlichen,in dessen Hause der Ausgang war; dies Haus lagnahe an einem vermauerten, unbewachten Thore derStadt. Nun ließ er so viel er konnte, von seinenausgesuchtesten Soldaten, als Priester und Vaurenverkleidet, nach Cremona sich eiuschleichen, und sichin dieses Haus des Freundes verstecken. Man versahstch, so heimlich und so gut als möglich, mit Aexten.

Als alles schnell und klug vorbereitet war, gabEugen dem Prinzen Thomas von Vaudemont, er-

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