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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
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Zweyker Marschall von Estrees.

Dieser hakte seit fast vier Jahren die Freude feinenSohn als Marschall von Frankreich zu sehen. Er selbst warim Frühling i6Zl, eilf Jahr nach seines Vaters Tode, mitdem allgemeinen Beyfall des Publikums allein zum Marschallgemacht worden und hatte schon lange mit Ungeduld erwarttet, seinen Sohn mit derselben Würde geschmückt zu sehen.Er harre von seinem ersten Feldzuge her eine verstümmelteHand; im Jahr 1644 bey der Belagerung von Gravelinewar er Generalcolonel; seit 1675 Gencrallieiitenanr. Erhatte sich an der Spitze des Regimentes Navarra bey meh»rern Gelegenheiten ausgezeichnet. Die orclis cls raNeariwar damals zum Glück noch unbekannt; man prüfte dieLeute, welche Talent und guten Willen zeigte», und gab ihnenGelegenheit durch wehr oder weniger wichtige CommandoSsich zu übs» und zu zeigen; man ließ diejenigen, welche dievon ihnen gefaßten Hoffnungen tauschten, und beförderte die,welche glücklicher waren; und wiewohl Gunst, Geburt, Verrmöge» immer einiges Gewicht hatte», so wurde doch mehrder Nus berücksichtigt, und die Stimme der Armee, die Mei-nung der Truppen und das Urtheil der Feldherren gehört.

Man überging dieß nur äußerst selten zum guten oder zumbösen. Aber Louvois, der schon damals den Plan entwarf,wie er stch zum Herrn und Lenker des Kr'cges und zumSchöipfer alles militärischen Glückes machen, und wie er in dieserHinsicht die ganze Lage der Dinge durch seine Macht umäiudern könnte, dachte auch darauf, wie er sich der Leute, weltche sich zu etwas großem entwickelten und deren Verdienstihm gefährlich werden mußte, entledigen könnte, was ihmmit der Lange der Zcit auch gelang. Er seufzte unter derLast des Ansehens, das Non«. 1 « 1 ?rince, Hr. von Turenneund ihre Zöglinge genossen; er wollte keine Männer mehrvon der Art aufksmmen lassen; er wollte die Quelle derselbenverstopfen,' damit alles, selbst das Verdienst, von ihm auSsli«ßen und die durch leine Gunst cmpvrgehobene Unwissenheitsich auch nur durch dieselbe behaupten möchte.

Hr. von Estn es war einer von denen, die ihm am meitsten im Wege standen. Er war seit zwölf Jahren durch Ver«dienu und maumgtaliige geleistete Dienste ln seinem drcyund vir rzigjttN Hahr« Genrralliiuteiiant, ha§ war zu weit

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