Estrees und Harrourt. 7z
Ende ZuniuS ein Zank vor, der im Publikum viel Aufsehenerregte.
Der Graf von Harcvurt hatte lange nach des KönigsTode ein Stück Land vom Herzoge von Lothringen in Lothrinrgen erhalren, hakte demselben den Namen Guise geben lassen,und nannte sich darnach Graf von Guise; er war aber umnichts besser als der Herzog von Estrves; er war Sohn desPrinzen und der Prinzessin von Hareonrt.
Der Marschall von Villcroy, der durch Zufall der ältest»Marschall von Frankreich war, der sich zu Paris befand,schickte zu einem jeden von ihnen einen Gefreiten von demMarschaüsgericht, der bei) ihnen bleiben sollte. Aber beyd«weigerten sich ihn anzunehmen, weil die Herzöge die Autor!«kör und Gerichtsbarkeit der Marschälle von Frankreich nichtanerkennen und denselben nie unterworfen gewesen sind, obschon das Tribunal jede Gelegenheit ergriffen hat, um dieseAutorität zu usurpiren.
Sonderbar ist, daß die Herzöge, die zugleich Marschällevon Frankreich waren, gewöhnlich mehr auf diese vorübergehende Autorität gelegt und die Rechte eines Amtes derKrone, das ihnen die Eigenliebe als das Eigenthum ihreseigenen Verdienstes ansehen ließ, immer höher geachtet haben,als die mit einer erblichen, in ihren Familien ruhenden Würdeverbundenen Vorrechte. Der Marschall von Villeroy, de»so viele persönliche Ursachen von dieser Thorheit frey erhaltlen mußicn, war dennoch mehr als ein anderer davon ange«steckt. Er sprach mit dem Könige« Und da dir Sache keine»Widerspruch litt, so erhielt er auf der Stelle eine lettrs clscaoliet, in welcher den bcydcn Herrn angedeutet wurde, sichentweder in die Dastille zu begeben, oder die Gefreiten amzuuehmen.
Sie nahmen dieselben also an, aber auf diesen Befehldes Königs, nicht auf Befehl der Marsrbälle von Frankreich,was sie auch erklärten, als sie sich zur Annahme der Gefreitten fügten.
Einige Tage nachher ließe» die versammelten Marschällevon Frankreich sie vor ihr Tribunal federn. Der Graf von
Har.