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Zweyte Abtheilung, Sechs und zwanzigster Band (1803)
Entstehung
Seite
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Barbesieux.

durch er sich viel Freunde entzog; er traf mit seinen Freundencine schlechte Wahl und in seiner üb-ln Laune mißhandelte ersie, wer sie auch seyn mochten, dis angesehensten und dieihm am nächsten gingen; nachher war er darüber in Verrzwciflmig; dabey war er veränderlich, aber der beste und dernützlichste Freund von der Welt, so lange er es war, und dergefährlichste, der schrecklichste, der erbittertste, der unversöhntlichste Feind, mit einer Härte, die ihm von Natur eigenwar. Er war ein Mensch, der nirgends Widerstand findenwollte und mit einer außerordentlichen Kühnheit alles unter»nahm. Er hatte den König daran gewöhnt, daß er feineArbeit aussetzte, wenn er zu viel gewunken hatte und beyeiner Parlhie war, er meldete ihm dann, er habe das Fieber.Der König ließ sich das gefallen, lheils wegen seiner Brauch«barkeir und Leichtigkeit im Arbeiten, thcils weil cS ihm eineignes Vergnügen machte, und er einen Minister aus ihmzu bilden hoffte; aber er war ihm nicht geneigt und be»merkte seine Abwesenheiten und crdichkeien Fiebersehr gm;Frau von Maintenou, die seinen allzu mächtigen Vater zuGrunde gerichtet hakte, war mehr seine Freundin und prvte«girke ihn aus persönlichen Rücksichten, weil er sich sehr ehr«erbiekig gegen sie betrug und außer Stand war, seinePsiickt gegen sie zu verletzen.

Er war auf jedem Fall ein Mann, aus dem ein großerMinister gebildet werden konnte, aber auch äußerst gefährrlick; und es ist sogar die Frage, da er diesen entsetzlichenEhrgejtz besaß, ob es für den Staat gut gewesen seyn wür«de: für den Hof und dir Welt war sein Tod kein Verlust,sondern ein Gewinn. Seine Talente hätten ihn bey größererMacht nur um so gefährlicher gemacht, und seine Zuverlästsigkeit war im Verkehr mittelmäßig, in den Geschäften seinerFührung sehr verdächtig, doch nicht etwa aus Gcitz: dennFreygebigkoir, Prachkiiebe, ja selbst Verschwendung herrscht?bey ihm in hohem Grabe, sondern um zu nütze» oder zuschaden, besonders aber um zu seinem Zwecke zu gelangen.

Fagon, der ihn sogleich verdammt hatte und ihm ebenso wenig als seinem Vater geneigt war, wurde beschuldigt,daß er ihn vorsätzlich zu hart angegriffen habe. Wenigstensließ er das letztem»!, als er von ihm wegging, ein paarWorte fallen, womit er zu verstehen gab, daß er sich freu?»ihn nicht wieder zu sehen.