6 Agueffeau.
Tochter an den Water der Hern von Armentieres und Comflans, (Eidame der Frau von Jüssac, von der ich gesproichen habe und des Dailli von Constans) und gab ihr daskleine Gut Puiscux, das sie noch besitzen, zur Aussteuer.Die Schwestern des Kanzlers sind lange vorher, ehe er ge«hetrathcr hat . vcrheirathet worden; die jüngste an le Guer«chvls, der als Staarsrurh kinderlos gestorben ist, und hieandere an Tovanncs, von welcher Tavannes, Gciicrallieute«nant Commaudant in Burgund und O'wexsrikter, und derErzbischofs von Rouen, Groß r Amnonier der Königin, vyr«her Bischofs und Graf yon ChalonS, wovon er auch vermögeeines Brevets.den Rang behalten hak, Söhne waren.
Aguesseau war von mittler Statur und etwas stark, seinGesicht voll und angenehm, selbst in den nachtheiligsten Au»genblicken, und von gebildetem geistreichem Ausdruck; einAuge war kleiner als das andere.
Ehe er Kanzler wurde, hat er nie ein Votum gehabt:Man piquirke sich im Parlamente, seine Entscheidungen niezu befolgen, aus Eifersucht auf den großen Ruf, in welchem»r stand, den er aber erst bey seinem Tods genossen hat: denndiese Eifersucht ließ die innere Achtung, welche man gegenihn haben mußte, nicht empor kommen. Er war ein Mannvon vielem Geist, von Anhaltsamkeil, Scharfsinn, Kennt»Nissen aller Art, voll Würde als Magistratsperson, ei»Mann von Billigkeit, Frömmigkeit und Reinheit der Sit»len, welche die Hauptzügs seines Charakters ausmachten.Man kann sagen, er war ein schöner Geist und ein Mannvon unbestechlichem Charakter, überdies sanft, gntmüthig,human, leutselig und zugänglich, im Privatleben von mun»term Wesen, voll scherzhaften wiewohl unschädlichen Witzes;pufferst mäßig, fein, ohne Stolz, cdctmürhig, ohne allenGeiz, von Natur etwas kräg, wovon ihm etwas Langsamkeitgeblieben war.
Wer sollte nicht glauben, daß eine Magistratspersonvon solchen Tugenden und Talenten, von dieser Stärke deSGedächtnisse«, von dieser ausgebreitetcn Lektüre, von dieserBeredsamkeit des Mundes und der Feder, von dieser Si»chcrheit des Ausdrucks, womit er die geringsten Gegenständeder gemeinsten Conversation zu verschönern wußte, von die«
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