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Sie erzählten mir, der Herzog habe seinem Bruderseine Absicht nütgetheilk, habe ihn aber nicht dafürgewinnen können. Der Graf habe sogar alles gekhan,um ihn davon abznbringen, entweder weil er mit sei-ner Vermahlung unzufrieden war, und weil sein Rangdadurch gegen den seiner Enkel erniedrigt wurde, oderaus Furcht daß die zu auffallende Usurpation sie selbstum ihren Rang bringen möchte; und gewiß ist es, daßdiese Sache eine sichtbare Kälte zwischen ihnen verur-sachte. Nachher erfuhr ich, was ich aber damalsnoch nicht wußte, daß die Sache wirklich zwischen denbi-oden Brüdern, so wie es erzählt worden, zur Spra-che gekommen war. Dachte ich die so unnöthige ange-legentliche Erklärung eines Mannes dazu, dessen Sa-che es gar nicht war, offenherzig zu seyn —gegen mich.
Len er raum den Namen nach und von Gesicht kannte, ^v^e daß ich ihn gefragt, und durch das Gespräch s
dazu gelockt hatte; so machte mir alles zufammenge- V
nommen wahrscheinlich, daß es ein Kunstgriff ge-wesen sey, und daß der Graf von Toulouse seinenBruder allein in der Falle lasten und sich herausziehnwolle- Ich erzähle weiter. Es währte nicht lange,so wußte jedermann wie der Dauphin und der Herzog,dabey gesinnt waren. Sie selbst machten die Sachedadurch noch schlimmer, daß sie die allgemeine Mei-nung bestätigten: denn es ging so weit, baß die Her-zogin von Burgund laut äußerte, die Raugerheburrgwürde unter dem Dauphin nichts gelten, und nochweniger, wenn der Fall cinträte, unter ihres Mannes,Regierung. Der Hof entledigte sich nun der so lange«ufgelegten fast des Stillschweigens über diese Sache-und brach, auf das Veyspiel der beyden Prinzen ge-stützt, in lautes Murren aus, daS man sich öffentlichund ungescheur erlaubte.
L. § Ms