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Abteilung 2 Bd. 25 (1803)
Entstehung
Seite
XXXIX
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um die Staatsverwalt. Ludw. XIV. »XXIX

Durch Colberts Plane und Sorgfalt entstan-den die meisten Verschönerungen von Paris , unddie Bequemlichkeiten der Hauptstadt, die O.ueas,Boulevards, bas Louvre, die Tuilleries und offe-ne sreye Plätze. Indem diese ewigen Monumenteden Einwohnern ihr Leben vergnüglich machen, zie-hen sie den neugierigen Ausländer herbei, dessenReichthümer unsrem Kunstfleiß Aufmunterung mit-bringcn. Auch die Akademie der Inschriften warCowert's Anstalt, wo das Talent der Neueren ei-fersüchtig in die Künste und Sitten des Alterthumseinzudringen lucht, um sich aus der Vorwelt erlosch-ne Einsichten und Gegenstände der Nachahmungzu gewinnen. Durch Cvlbert wurde die öffentlicheBibliothek, und der große Pflanzengarten täglichvermehrt. Er ließ das Observatorium bauen, riefeinen Huyghens und Casini herbei, und wurde end-lich Stifter von der Akademie der Wissenschaften,Diesem Vereinigungspunkt so vieler Kenntnisse zurwechselseitigen Mittheilung und Austauschung.

Sogar für auswärtige Gelehrte benutzte Col-hert die Greßmmh und die Ruhmbegierde Lud-wigs XlV., und suchte sie durch unerwartete Be-lohnungen an Frankreich zu knüpfen. Er schriebeinst im Namen seines Königs an den Gesandtenzu Stockholm, um einen Gelehrten, den man inSchweden kaum auszufinden wußte, die Beweise,daß man in Frankreich seine Verdienste schätze, zuübergehen. Man möchte es wohl ein Natipnqlun-glück nennen, wenn ein Land erst durch die Winkeentfernter Ausländer die Fähigkeiten vorzüglicherEinwohner kennen lernen muß. Richelieu war ihmdurch Einrichtung einer Akademie für die fran-zösische Sprache zuvorgekommen. Ohne Zweifelreizte auch dieß Colberts Geist; er liebte diese Schule

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