Auszügen ausgehobener fragmentarischer Schilde-rung Ludwigs des XlV. und seines Hofsnichts, als bisweilen die Wortstellung, geändert undsogar das beigeschriebene Datum der Briefe beibehal,ken worden. Wir haben blos die Fragmente, so vielmöglich, aneinander gereihet und überflüffige Wieder-Holungen weggelasten. Selten wirb eine frcymüthi-gere und mehr authentische Schilderung eines Hofsaufgefundcn werden können. Um die Wahrheit ohneHülle zu sehen, werden die Leser von selbst einigeBlößen entschuldigen. Einige kurze Erläuterungensind sogleich in s ) angegeben.
I. Person des Königs Ludwigs des XI v.
1) Ein Englischer Cavalicr, Hammer, hat den Königeinem Fechtmeister verglichen. (25. Febr. 1717.)
2) Aber es ist gewiß, daß kein Mensch in ganz Frank-reich so gute und hohe Mienen gehabt hat, als unserKönig seel. Gegen die Person von unserm Königwar ganz und gar nichts zu sagen, noch zu tadeln.(iH. April.)
g) Man hat dem König vorgcworsen, nicht nach sei-ner l-nils proporlionirt, sondern zu klein zu seyn.Alontlsur war in der reputanon zu groß für seineIHils geschasstm zu seyn. Es war die plsilgntei-isbei Hof, daß der König und sein Herr Bruder übelvertheilt wären; der eine hätte, was der anderehätte haben sollen. (21. März 1719.)
4) Unser König war gar wohl geschaffen, schöne Beine,artige Füße, ein angenehm Gesicht ganz natürlich,ohne die geringste Affection, gar eine angenehmeStimme, nicht zu grob, nicht zu fein. Seines
Gleichen