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dern. Zu diesem Zweck ist ihnen nichts behülflicher,als wenn sie gegen andere, deren Freundschaftsie nicht in Gefahr setzen kann, erkenntlich scheinenkönnen. So führen sie den Blick der meisten Men-schen irre, und weichen durch eine scheinbare Erkennt,lichkeir der wahren aus.
Wahr ist cs, daß es immer Scharfsinnige giebk,die sich nicht so leicht tauschen lassen. So weiß ich,daß Montresor, den ich bei der Prinzen Gefangen-schaft eine Abtei von zwölftausend Livres Renten ver-schafft hatte, einst bei dem Grafen von Bechüne äußer-te: er habe sie dem Herrn vonIoveuse zu danken ! dafüraber von dem Prinzen Guienn^ die Anwort erhielt: i chmeinte nicht, daß Herr von Ioyeuse indiesemJahr die Benefizien ausgetheilthabe. Was Herr von Montresor aus Neigungfür Frau von Gusse thar, har Herr von Noirmou-tier, bloß um seinen Undank zu rechtfertigen, sicherlaubt. Den ersten entschuldigte die Triebfeder seinerHandlung in meinen Augen; aber das Betragen desletztem kränkte mich.
Um sich gegen diese Art von Kränkung zu schü-tzen, die im Unglück schmerzlicher ist als das Unglückselbst, giebt es kein andres Mittel, als das Gutestets nur um des Guten willen zu thun.Dies ist das sicherste Mittel; und kein unedles Ge-müth vermag es anzuwenden, weil nur die reinsteTugend es lehrt. Doch wird ein gutes Herz auchdann noch verwundet, weil es dem Beweggrund, sei-nem Vewußtseyn Gnüge zu leisten, leicht noch freund-schaftliche Triebfedern beifügt.
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