Leichtigkeit, womit jeder seine eignen Fehlern auch beiandern zu finden glaubt, eine der größten menschlichenUnvollkommenheiten ist.
Monsieur betrog sich in diesem Fall noch weitmehr, wie in jedem andern. Denn der Königin Kühn-heit bedurfte, um zur Ausführnng ihres Entschlüsse«reif zu werden, mcht erst der Verzweiflung, welcheMonsieur so gern vermeiden wollte, so wie sie aufder andern Seite alle Schranken, die er ihr durchmanche in den Weg geworfene Hindernisse entgegenzu setzen gedachte, muthig durchbrach. Freilich bildeteer sich ein, daß er durch seine Entfernung von dem Prin-zen und die, bald durch Damville bald durch Caumontimmer fortgesetzten Unterhandlungen mit dem Hof, di«Königin Hinhalten würde,die ohnehin durch die Furchtvor seiner Erklärung, seinem Bedünken nach, zurück-gehalten werde. Auch hätte er sich gern überredet:er habe durch seine öffentliche Aufmunterung das Par-lament möchte sich des Kardinals Rückkehr widerse»tzen, dem Hof nur jene Art von Furcht erngeflößt, diemehr in Zaum zu halten als zu beschleunigen vermag.Als ein guter Redner legte er dem Präsidenten Bel«lievre und mir einen schönen Plan über diesen Gegen-stand vor, der uns jedoch auf keine Weise überzeugte.Auch bestritten wir ihn mit zahllosen Einwürfen, dieer aber all« mit einem einzigem, schon oben angeführ-ten, vernichtete. „Wir haben, sagte Er, die Thor-„heit begangen, die Königin aus Paris zu lassen;„wir können nun nichts anders als Fehler begehen,„haben keinen guten Ausweg mehr zu ergreifen. Wir„müssen un« jetzt kümmerlich hinhelfen. Und nach„dieser Voraussetzung, bleibt nichts übrig als da«,„was ich ihnen gesagt habe."