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Der Kardinal, sehr vergnügt, Laß er so leichteiner so großen Gefahr entkommen war, verwilligtedem Herzog vvrtheilhafte Bedingungen. Er kam ihmsogar,um ihn an sich zu locken, mit Anerbietungen entge-gen, welche Bouillon anzunehmen schien. Redlich aberwar es nicht gemeint, und wenige Zeit nachher traf ihndie Strafe, welche seine Verstellung verdiente."
Wahrend indeß Cinq - Mars (1642) auf Mittelsann den Kardinal zu stürzen, kam er von selbst odervielleicht auch durch andere, auf.dcn Einfall, sich, imFall seine Unternehmung fehlschlagen sollte, einen Zu-fiuchtöort zu sichern. Er forderte hiezu Sedan vomHerzog von Bouillon. Gaston that dasselbe. Die re-gierende Königin«, voll Angst, als man sie zwingenwollte, dem König zu folgen, erbat sich auch die Ver-sicherung, mit ihren Kindern in dieser Freistatt ausge-nommen zu werden, wenn ihr Gemahl unter Richelieu 6Händen sterben sollte.
Bouillon, welcher schon einmal mit dem Grafensein Herzogthum aufs Spiel geseht hatte, ließ sich lan-ge bitten, ehe er es zum zweitenmal der Gefahr auösetz.te. Endlich willigte er ein, aber nur unter der Bedin-gung, baß man ihn des spanischen Beistands versichere.Gaston und Eilig-Mars versprachen eS. Sie sandtenalle drei zusammen einen Edelmann, Fonkrailles, nachMadrid, welcher iu ihrem Namen einen Tractat schloß,und ihn den lg. März Unterzeichnete. Dieser enthieltzwanzig Artikel, alle gegen Richelieu gerichtet, worinnman mit Bedacht zu verstehen gab, daß die Tirannesdes Kardinals die Verschwornen zwinge, mit einerauswärtigen Macht in ein Bündniß zu treten. Der