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Zweyte Abtheilung, Sechszehnter Band. (1798)
Entstehung
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zeichnet batten, das ganze Kirchenwesen in Unordnungbringen wurde; nächstens würde, wenn Gottes Handnicht dazwischen käme, die französische Kirche, jene erstgerbohrne Tochter der Apostel und Märtyrer, zur protestan-tischen übergehen und den Schauplatz abgeben, aufweichem man traurige Begebenheiten, Verfolgungen undStaarsrevvlutionen, welche die Veränderung einer Rest,gion immer mit sich bringe, werde abwechsein sehen müs.sen." Diese Vorstellung machte Eindruck auf das GemülhLee Prinzen, der, sein eigenes Interesse erwägend, dies gutgenug einsah. Saint. Llarr benutzte den Vorwand, daß einKapuziner «Kloster in Louduu gestiftet werden solle, welcheseinige Zeit darnach auch wirklich geschah um den PaterJoseph bei dem Prinzen emzusühren, der wegen der Gro-ßen seiner Partbei fthr vorsichtig war, weil er befürchtenmußte, daß die Trennung a»ch hier anfangen, und daßman ohne ihn einen Vergleich eingeh,n möchte ; wie diesbei dergleichen Kabalen fast immer zu geschehen pfiegr. Ergab dem Kapuziner zwar niedrere Mal Audienz, aberimmer «um Mitternacht, um den Augen der Spione zu ent-gehen, vielleicht auch um Zeit zu haben, seine Vorschlägedesto mehr zu überlegen; zumal da er wußte, daß er ohneEinstimmung seiner Mitverbundnen in die Aufhebung, desbesagte» Artikels nicht emwillrgen könne.

P. Joseph reiste im Monat Januar verschiedene Malnach Tours, wo der König war, um ihm von seiner Un-terhandlung, die ziemlich lange dauerte, Rechemchaftzu geben.Endlich, nach mehrern vergeblichen Bemühungen undZwüschenreisen, sandle Kokt den aiücUichen Tag, an welchemLiese Sache abgerban wurde. Der Prinz, sie! in eineso gefährliche Krankheit, daß man fall an seinem Lebenverzweifelte. In diesem Zustande, wo man immer auf-richtig (oder angstvoll:) handelt, erinnerte er sick an alles,was Joiepb ihm gesagt hatte. Voll Verlangen ihn zu sehen,bat er den Herrn du Tremblay, den Bruder des Capu»ciners, daß er ihn von TourS herüber dringen möchte. Beydieser Gelegenheit faßte Pater Joseph daö Nebel in seinerWurzel und stellte dem Prinzen vor: ,,daß Er weder indieser noch m lener Welt Gnade und Barmherzigkeit vonGott zu erwarten habe, wenn er nicht dem Uebel, dasseine Parchcy in Frankreich verursache, Einhalt lhue. Er

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