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Zweyte Abtheilung, Funfzehnter Band (1798)
Entstehung
Seite
394
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Gegen das Ende dieses Monats lief Nachrichtein, daß in Holland die von der Faction des Prinzenvon Ocanien den Herr» von Barnevelc zum Tod vcr-urtheilen ließen. Er war der Vornehmste unter allenRepräsentanten der vereuügten Provinzen, hatte alleUnterhandlungen für di; Errichtung dieser Republik ge-führt, und jederzeit vorzüglich Sorge dafür getragen,ferne Landeleute in Freundschaft und Achtung gegen denKönig zu erhalten, indem er ihnen zu Gemürh führte,welche wesentliche Verbindlichkeiten sie Frankreich fürden daher erhaltenen Beistand hätten. Darum liebteihn auch der König und hatte sich öffentlich für seineLossprechung verwendet, indem Er wohl wußte, daßdie gegen ihn vorgebrachten Anschuldigungen falsch undbloS von der Parthei des Prinzen von Oranien erdich-tet wären, der das Ansehn in den Generalstaaren gernganz und ausschließend an sich reißen wollte, und keinFreund von Frankreich war.

Die Nachricht von dem würklichen Verfahren ge-gen den Herrn von Barneveld war daher dem Königsehr unangenehm, und Er wurde sehr aufgebracht ge-gen die Staaten, daß sie hierin so wenig ^Rücksicht aufSeine Verwendung genommen hatten.

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Der König erhob sich von Amboise nach Tours.

I u n i u s.

Alles fieng an wieder ruhig zu werden, überall be-urlaubte und verabschiedete man die Truppen, hiengdie Waffen an die Wand, versicherte dem König Treueund Gehorsam und becifcrte sich, für gut königlichgesinnt zu passiven.