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Die Spanier entschuldigten den Kaiser Karl «sehrin Ansehung dessen, was er zu Rom vom König sagte,den sie deßwcgcn auch tadelten, daß er nämlich in meh-rern Stücken schlecht Wort halte, besonders in Ansehungdes Madrider Vertrags. Wenn man aber die Ursachenin Erwägung zieht, die er jedesmal dazu hatte, so wirdman ihn nicht so sehr tadeln.
Hatte er z. B. keine, als er seinem StallmeisterMarainville *) den Kopf abschlagen ließ, Genugtuungdafür zu fordern? Ais man ihm seine Gesandten, Cä-sar Fregoso und RiNcone ermorden ließ? Es gicbt nocheine Menge andre Gründe zu seiner Rechtfertigunghierinn, die sich alle sehr wohl hören lassen. Noch da-zu kam er sehr ungern so weit, Krieg darum anzufan-gen. Und was den Madriter Vertrag betrifft, so bracher den auf Rath und Gutachten seiner Reichöstände, diedem Vertrag gänzlich entgegen waren; denn er war we-der mit Recht noch Billigkeit vereinbar.
Sehr wurde es ihm ferner zur Last gelegt, und ge-tadelt, daß er, da der Kaiser auf so gutem Wege war,die Unglau >igen mit Krieg zu überziehen, die Staakendes Herzogs von Savoyen anfici. Würklich, bieß warhart, eine so heilige Unternehmung dadurch zu stören!Indessen kann er doch auch hier seine Entschuldigungenhaben, die man hinlänglich geschrieben findet, ohne daßich sic herzähle.
WaS ober Treu undGlauben dieses Monarchen insschönste Lichr setzt, ist seine Redlichkeit gegen den Kaiser,den ec, bei dessen Durchreise durch Frankreich, 'so ehren-voll aufnahm und behandelte. Dieser war nicht so red-lich
*) Merveiller. M. s die sehr umständliche Erzählung da,
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