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Zweyte Abtheilung, Dreyzehnter Band (1797) Biographische Uebersicht zu den Denkwürdigkeiten des hugenotischen Kriegsanführers Franz de la Noue
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ihm zu gewinnen, wie andre *) , sondern äuslvahreruneigennütziger Ergebenheit.

ES ist schade, daß er keine Kinder hat; denn esist eine sehr gute Art. Der Cardinal, sein Bruder,wor ebenfalls ein vortrefflicher Mann, wacker, Pracht-liebend, freigebig, so sehr als je ein Prälat in der gan-zen Christenheit. Er war Protector von Frankreich zuRom und das traun in der Thak und würklich; dennnie nahm ein Prälat die Angelegenheiten Frankreichs fi-sche zu Herzen, als er auS wahrer ächter siebe und Zu»Neigung. Unsre letzkern Könige Karl und Heinrich III.liebten ihn aber auch ganz vorzüglich, besonders Karl,der ihn stets um sich haben wollte.

Bei Hof that er sich sehr hervor, machte einenglänzenden Aufwand und hielt stets offne Tafel für alleCavaliers, die m,testen wollten. Auch zu Rom wardich sein größtes Vergnügen. Alle Franzosen flüchtetenzu ihm, wie in eine Freistätte; denn alle wurden ausge-nommen, sie mochten schuldig scyn oder unschuldig, undkein Gerichlsdiener durfte es wagen, in sein PalaiSWkommen, es wäre ihm übel bekommen. Von seinerPracht, Freigebigkeit und Großmukh ließe sich ein gan-zes Buck voll schreiben. Er starb sehr früh, wasf > schade ist, besonders für Frankreich, das viel an^ '' erlohr. Hätte er das Leben behalten, eS wäre zufür unfern König bester gegangen.

*) Der, Herzog von Savoyen z. D., der sich PiMreln. s. w. abtreren ließ.'

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