lang bewacht hatte. Als ich dem Admiral dabeivorstellte: dergleichen Exemtionen sollten nur an denOrten geschehen, wo der Exceß vorgegangen wäre, gaber mir zur Antwort, es sei doch in derselben Landschaftund es seien lauter Perigvrdiner, auch sei das Beispielzur Warnung für alle.
Man hielt ihn darum für sehr grausam; er mußtees aber auch seyn, und sagte selbst, wie sch oft vonihm hörte, daß er äußerst ungern daran komme, dochaber um der öffentlichen Ruhe und der Folgen willenseinem Herzen Gewalt anthue. Denn wo es sonst Ge-legenheit gab, Gelindigkeit und Erbarmen zu beweisen,war er gewiß mild, gut und mitleidig.
Bei dem teutschen Zug commandirke er hun-dert Fahnen Infanterie, die da sehr schön und starkwar, wiewohl noch schlecht disciplinirt, indem seineschönen Verordnungen damals noch nicht recht un Gangwaren; besonders bei den meisten neuen Compagnien»Es war ihnen aber bald gerakhen, auf Kosten ihrer lüder-lichen Camaraden klug zu werden, deren man mehr alsVögel an den Bäumen umher hängen sah. Diese warenmeistens neue Soldaten, dis in voller Freiheit der altenAusschweifungen forkzuschwarmcn dachten. Jzt abermußten ste sich wohl Gewalt anthun, um sich unter baSstrenge Joch der Gesetze zu fügen.
Auf diesem teutschen Zuge nun erwarb stch derHerr von Chatillon großen Ruhm, sowohl durch seineschönen Anordnungen, Mannszucht und Gesetze, alsdurch seine Tapferkeit und übrige vortreffliche Eigenschaf-ten , die er bei jeder Eroberung bewies, wo er stets dererste war. Dies ist auch allemal Sache der Colonels,
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