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Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
269
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zen eines Sergent-Major sehr gering, die Strapa-zen hingegen sehr groß seyen, so bäte er Sr. Ma-jestät, ihn mit dieser Compagnie zu begnadigen, besondersda es schon so gewöhnlich bei der spanischen Infanteriesei, einen Sergent-Major, wenn er als solcher seineZeit ausgehalten und seine Schuldigkeit gcthan habe,mit einer Infanterie-Compagnie zu versehen.

DaS Schönste und Beste, sagen die Spanier,ist, wenn man hierin der Sitte der Italiener unddeutschen folgt, die einen Capitain bei ihren Regimen-tern auslesen, den sie für den besten tüchtigsten zu die,fern Posten eines Sergent-Major halten, und der dennauch als Capitain und Sergent-Major ohne Wider-rede in Abwesenheit des Colonel und Mestre de Campcommandirt. Zu meiner Zeit war dies noch nicht beiden Spaniern eingeführt; ich weiß nicht wie ste eS ge-genwärtig damit halten.

Oft giebt es auch Streitigkeiten zwischen ihnen,und manchen unruhigen eigensinnigen CapitainS, di? eSverdrüßt, einem Sergent-Major zu gehorchen, dernoch nicht ist was sie sind, sondern dies erst zu werdenstrebt, und eS als eine große Belohnung nach vieljähri-gen trcugeleisieten Diensten ansieht, cs zu werben.

So erlebte ich bei unsrer Infanterie eine Strei-tigkeit dieser Art, mit der sichs folgendermaßen ver-hielt.

Als wir den Hülfszug nach Malta ankraten,waren der König und der Hof zu Moulins. DerHerr von Strozzy, ich und ungefehr zwanzig an-dre Adeliche, die die Reise mikmachten, giengen vondort ab. Der Herr von Strozzy sagte aber weis-lich weder dem König noch der Königinn noch sonst je-mand, wohin er eigentlich gehe, denn er wußte wohl,

daß