hatte Ec keine Anlagen hierzu, sondern war stets offen,schnell, thätig, wachsam, aufgeweckt und wenig bedacht«sam, wie ein Heuchler doch scyn muß.
Auch der Herr von Sipiere, sein Hofmeister, deredclmükhigste, bravste Herr, der je eines Königs Hof.Meister war, hatte diese Gemüthsarr nicht; sondern warganz redlich, freimüthig, offen mit Herz und Mund,kein tügner noch Heuchler, und erzog auch den Könignach diesen Grundsätzen, der erst-nach dessen Tod durchdu Perron verdorben und verführt wurde.
Wieder auf die Bartholomäusnacht zu kommen,so wird davon so viel und so verschieden gesprochen,daß man nicht weiß, was man davon glauben soll. DieKönigin» und der Marschall von Rets setzten dem Königso lange zu, daß er sich nach und nach dazu bereden ließ,am Ende aber hitziger darauf wurde, als sie alle. AISdaher das Spiel angegangen und es Tag worden war,so, daß er aus seinem Fenster verschiedene Personen in deeVorstadt Sl.Germain sah, die hcrumrennten, und sichflüchteten, nahm er eine große Iagdbüchse, und schoßmehrere Schüsse nach ihnen, - wiewohl vergebens , in«dem die Büchse nicht so weit reichte.
Er schrie unaufhörlich: Schlagt todc! schlagttodkl und wollte niemand retten, außer seinen Leib-Wundarzt, Meister AmbrvstuS Pare, den grossen sei.«er Kunst in der ganzen Christenheit ^). Diesen ließEr am Abend zuvor zu sich holen, und hieß ihn sich inseinem Zimmer und seiner Garderobe verborgen halten,ohne einen Fuß daraus zu setzen. Er sagte dabei, cSsei nicht billig, daß einer, der einer ganzen kleinenWelt dienen könne, ermordet werde. Er drang auchN- Denkwkrdigk. XU. B, 4 gar