Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
Seite
340
Einzelbild herunterladen
 

welche von selbst aufgehoben wurde, sobald man sei.ncn Anmarsch vernahm. Damit noch nicht zufrüden, ^griff er am Hellen Tag an, und nahm im ersten An-lauf sogleich gefangen den Baron von Terride, einen ^alten, gedienten, einsichtsvollen, und guten General, ^der sich in Len vorigen Kriegen in Piemont sehr in ijAchtung gesetzt hatte; darauf kehrte er siegreich zurück,und durchzog nach Herzenslust ohne den mindestensWiderstand Gascogne, so daß man seine ganze Opera- ^ei!tion eher für ein Wunder, als für natürliche Thaten .^!hielt. Es wird wohl bei einemlunsrer Gesckichtschrei- .ssider mehr davon Vorkommen, besonders bei dem Herrn M-von Montluc.

Zu

Ich habe mir von der Art und. Weise diesesGenerals erzählen laffen, daß er in seinem Dienstäufferst nachläßig und sorglos gewesen sey, denn er ^liebte sehr seine Bequemlichkeit, und das Spiel. >.!>Saß er aber einmal im Sattel, so war er der thä- ""tigste, rührigste, sorgfältigste Officier, den man nur se- Mhen konnte, und dabei so brav und tapfer, daß er^'l^alles anficl, was ihm vorkam, es mochte schwach "6oder stark seyn. '

Er führte aber auch sehr schöne Kriege, undwar dabei sehr glücklich, wie z. B. in Rouen, woer die Belagerung länger aushielt, als die Cicadellen,ohne daß die Bclagerungsarmee, in welcher sich die ^größten Generals befanden, ihn etwas anhaben konn« ^ten. Er schlug die Stürme ab, so lange cs möglichwar, und beim letzten, wo er dem Glück weichen muß«te, kämpfte er bis aufs äußerste, und zog sich dann ^brav zurück, mit so weniger Eilfertigkeit, daß> .er beinahe gefangen genommen worden wäre, als ersich in die Chalouvpe werfen wollte, die ihn nach seiner ^Galeere brachte, auf der er nach Havre fuhr. Un- ^