Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
Seite
212
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Sache verhielte, und fand diefi Betragen wirklichzu unanständig und zu mwcrschämt, schrieb jedoch«Äes auf Rechnung deö Weins, dessen jener zuviel ge-trunken hätte, wie ihm der Baron selbst bekannte;daher er denn auch Pardon erhielt und einige Tagedarauf aus dem Gefängnis; entlassen und vom Lagerentfernt wurde; worauf er jedoch, als er in seinemVaterland« zurück war, verschiedene Drohungen aus-stieß. Er hatte es aber mit einem tapsern Mann zuthun, der sich nicht darum bekümmerte.

Nach allen diesen Verrichtungen und Feldzügenerfolgte der gänzliche Friede zwischen den beidenKönigen ; und —zur Belohnung der von diesem großenGeneral dem Vaterland geleisteten Dienste, hakte derKönig auf Antrieb des Herrn Connetable und andrer,die dem Hause Gusse eben nicht allzurvohl wollten, be-schlossen , sie von seinem Hof zu jagen und nach Hauszu schicken. Ware er nicht gestorben, so wäre dießauch richtig so ins Werk gesetzt worden, dies weiß ichvon guter Hand.

In der That ein wichtiges Beispiel für alle,die sich auf die Gunst der Könige und auf die ih-nen geleisteten großen Dienste verlassen und wähnen,bei ihnen darum hoch am Brct zu stehen und ihrerG lade sicher seyn zu können. Um einer unbedeutendenKleinigkeit willen können sie alles dessen beraubt undgänzlich entfernt werden. Was noch schlimmer ist,sie laufen Gefahr ihres Lebens, wie der letzt verstorbeneHerr von Guisr.

Nachdem König Heinrich gestorben und KönigFranz ll. ihm auf dem Thron gefolgt war, stand derHerr von Guise als Oheim der Königin« besser undhöher, als je. Denn er und sein Bruder der HerrCardinal erhielten die geinze Sorge für die Reichs-

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