Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
Seite
206
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sie auch nur anzugreifen, viel weniger zu erobern.Auch waren die Engländer so übermüthig, wozu sieohnehin von Natur sehr geneigt sind, daß sie aus dieGtadtthore schrieben, wenn die Franzosen Calais be-lagern würden, werde man Bley und Eisen auf demWasser schwimmen sehen, wie Pantoffelholz.

Ihr Witz traf hier nicht ein, wie wohlman sag:, ihr großer Prophet und Wahrsager Mer-lin habe gcweissagt, es werde erobert werden, wennein Fremder in England regieren und eine Königin»aus ihrem lande sich mit einem Fremden vermahlenwerde. Dich werde unter der Macht und Regie-rung eines Großen aus dem Hause Valois stammen-den Königs geschehen, welcher das vergossene Blutund die jämmerliche Niederlage der Franzosen in derSchlacht bei Crecy unter Philipp von Valois, zurächen, der den Platz verlohr, wiewohl jener tapfreUnd grosse Ritter ohne Tadel, Herr Johann von Vien-«e ihn ein ganzes Jahr lang so gut vertheidigtc, daßer und die Seimgen endlich genöthlgt waren, sich mitRatten, Katzen und Dchsenhäutcn zu nähren, uner-achtct 'der Platz damals noch nicht den HundertenThcrl so stark war, als er es gegenwärtig ist.

Es war ein König Philipp, der ihn verlohr undein König Heinrich eroberte ihn wieder. Nachherverlohr ihn unser jetziger König Heinrich wieder undder König Philipp derselbe, der ihn zuletzt verlohrenhatte, eroberte rhu wieder. Nachher bekam ihn un-ser großer König Heinrich in einem Augenblick unddurch einen einzigen Federzug wieder nach dem Frie-den, de» er mir dem Spanier schloß. Man muß be-kennen , daß hierum, so wie in andern Dingen - ge-wisse göttliche Geheimnisse oder Glücksbcstimmungenverborgen liegen, die wir nicht begreifen.