Dieser so vielfältig prophezeite Ruhm wurdedem Herrn von Guise nachher auch wirklich zu Theil,durch die Einnahme von Calais, welche aller Weltganz unerwartet kam. Ich habe mir versichern las-sen , daß der verstorbene Herr Admiral der erste Er-sinder dieser Unternehmung war, er wahrend desStillstandes diese Stadt durch den; Herr von Bric-guemaud »eeognvseiren ließ, der in der Sanct Bar-tholomaus Nacht umgebracht wurde. Ein in derThat seiner und der guten Dienste, die er auch an-derwärts der Krone Frankreich geleistet hatte, sehr un-würdiger Tod, besonders, da er schon «in alter sehrwackrer Cavalier war. Es ist wahr, er war sehr eif-rig für seine Religion, allein darum verdiente er denTod nicht, sondern mußte vielmehr um seiner großenDienste willen verschont werden.
Nachdem derselbe, sagen einige, verkleidet denPlatz recognoscirt hatte, erstattete er dem Herr Admi-ral Rapport davon und stellte die Einnahme so leichtdar, daß der Herr Admiral einen sehr schönen Auf-satz davon machte, den Plan zeichnete und den Gangder ganzen Unternehmung entwarf; auch von derganzen Sache mit dem König sprach, welcher Ge-schmack daran fand und die Ausführung auf die erstegute Gelegenheit vorbchieit. Als daher der Herr vonGuise kam, erinnerte er sich dessen wieder und schicktean die Frau Admiralinn, (denn der Herr Admiralwar damals noch Gefangener von Saint Quentinher,) den jungen Fequicres, der von dem verstorbe-nen Herrn von Orleans erzogen und ein sehr geschick-ter, braver, tapfrer und sinnreicher Cavalier war,um unter den Sachen und Papieren des Herrn Admi-rals nach zu sehen, ob er die sämtlichen hieher gehö-rigen Aufsätze nicht noch sinden könnte, was er auchthat.
Der