Neben seinen Fähigkeiten für seinen Posten warer auch sonst noch ein sehr ehrenwerther Mann. Erlebte prächtig, machte vielen Aufwand auf seinAmt und war sehr freigebig. Dic6 nur ;u sehr: denner starb arm, ohnerachtet er zu seiner Zeit sehr schsrne Beute gemacht hatte; seine Prachtliebe brachte aberalles durch.
Nachdem Monsieur, unser nachheriger KönigHeinrich III. die Hugenotten in den beiden Feldschlach-ten Iarnae und Montcontur geschlagen und sich auchnoch anderwärts durch Schlachten und Belagerun-gen bekannt gemacht hakte, durchflog der Ruhm vonihm und seiner Tapferkeit den ganzen Erdkreis, sodaß eine Vermahlung zwischen ihm und der Königin«von England in Vorschlag und Unterhandlung kam.Ich sage anderwärts, woran es lag, daß nichts auSder Sache wurde: allein Worte und andre Umständegiengen so weit, daß wir einige Zeit, von Monat zuMonat hingehalten, sagten: wir werden nach Eng-land, wir werden nach London gehen.
Da nun Monsieur auf den französischen Galee-ren , die noch in diesem Weltmeer kreuzten, dahinge-bracht werden sollte, so machte der Herr de la Gardeeinen so prächtigen Aufwand auf die Ausrüstung undVerzierung seiner Galeeren , daß es ihn über zwan-zigtausend Thaler gekostet haben soll. Das schönsteunter andern war, daß alle Ruderfllaven von seinerGaleere ka Reale durchgängig in carmosinrothen Sam-met auf Matrosen Art gekleidet wurden (der HerrGroßPrioc von Lothringen hatte die seinigen schonlange hier so kleiden lassen). Das Hinterchcil und dieKajüte darinn war ganz mit gleichem Sammet ausge-schiagen, woreck, sich eine einen starken Fuß breiteStickerei) von Gold und Silber befand, nebst einer
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