Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
Seite
29
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Herr Admiral sagte,man hatte ihm eigentlich dießthun sollen, um denen zum Beispiel zu dienen, wel-che, da die Ehre nicht stark genug ist, sie zu einemrechtschaffnen Verhalten zu vermögen, durch Furchtvor der Strafe, oder Schande »der Degradirungdazu angehalten werden mästen."

Man sagt auch, es gehe keine Tapferkeit undEntschlossenheit über die eines Feigherzigen, wennMan sie ihm einmal recht und stark in dieSeele gepfropfthabe. So wie ich denn deren jween oder drei in mei-nem Leben gesehen haben , d«e so sehr feigherzig waren,Laß sie lieber jeden Schimpf und Beleidigung auf sichMen ließen, als daß sie sich mit ihren Feinden ge-schlagen hätten: die aber, nachdem man lange genugin sie hineingeschrien und ihnen Herz in den Leib ge-stopft hatte, so beherzt wurden, daß sie Wunder de«Tapferkeit thaten und ihre Feinde besiegten; geradew,S man bei einer Kanone oder einer Büchse sieht, die,wenn der Pfropf bei ihrer Ladung starker aufgestoßenist, starker schlägt, als wenn sie nur leicht geladen gi.Es giebt mehrere von dieser Gnnüthsart, die vonNatur nicht sehr kühn noch tapfer sind, die aber ge-drängt, getrieben, geprellt und gezwungen seyn wol-len, und alsdann den Teufel im Leib haben»

Wahre herzhafte Thaten entspringen 'indessen dochnur aus dem natürlichen Ehrgefühl. Darum lobe ichsehr jene Aegyxtier, welche, nachdem ihnen ihre Phi-losophie die Unsterblichkeit der Seele lange genug vor-gepredigt, und sie mit diesen Gedanken berauscht hat-te, davon so entzückt und begierig wurden, die Wirk-lichkeit hievon selbst zu erfahren, daß die meisten der-selben, die dummen Tröpfe! sich umbrachten, umdahin zu gelangen, jo daß das Land in Gefahr war,

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