r
dem Kaiser, wobei es Schade ist, daß er deren nichtmehr befrachte; denn er sprach und erzählte ausneh-mend gut. Das erstemal in meinem Leben, daß ichihn sah, war zu Ämboise, als der Hof sich daselbstbefand. Er war sehr gut gekleidet, halb altfranzösischhalb neumodisch. Er hatte eine Mühe von Scharlachauf, rings herum mit einem goldnen Gewinde einge-faßt, riebst einer schönen Enseigne und trug sie sehr aufeinem Ohr» Er mochte damals siebenzig Jahre oderdrüber alt scyn und kam in den Hof. Als er nunsein Maulkhier besteigen und nach der Stadt reitenwollte, um den Herrn von Richelieu zu sprechen/ warich bei ihm und er fragte ihn, wer uh wäre?
Ais ihm niM mein Name- der jungeBoürdeille,genannt wurde, wendete er sich plötzlich gegen mich undsagte: „He mein kleiner Vetter, mein Freund, komm,„laß dich uniarmen» Ihr Vater Und ich sind so gute„Vettern und Freunde gewesen, und Teste dieu pleine„de Reliques (dieß war sein Leibschwur) haben Dir„traun saubere Streiche gemacht jenseits des Gebür-„ges, ehemals / als wir noch jung waren." Und da-bei erzählte er mir Geschichtchen, die freilich sehr er-baulich ausfielen und unterhielt mich wohl eine halbeStunde damit; dann als er gehen wollte, ver-langte er sein Mauithier, das sr jederzeit seine Ma-dame MaUleseiin nannte, das über dreyffig Jahr alt,und über die Maßen klug und bequem zu reiten war.
Als ich ihn UUn aufsitzen sah, so sagte ich zuihm: „Monsieur, Ihr Maulthier ist sehr verständig„und muß sich sehr gut reiten lassen."
„Was die Schwerenoth, mein kleiner Vetter,„warum sollt es auch nicht antwortete er mir, sie ist„nahe an die vierzig, und hat ihre Leetion unter mir
sehr