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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
312
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de ich unten, wo ich auf den Bruder des Königs zusprechen komme, noch ausführlicher davon reden.

Unversehens wurden also eines Morgens der HerrMarschall von Monkmorency und der Marschall vonCofft? zu Bviö de Vincennes gefänglich eingezogen,und hierauf an einem schönen Morgen durch die fran-zösische und Schweißer. Garde mit klingendem Spielnach Paris in die Bastille gebracht, wo sie beynahcanderthalb Jahre sitzen mußten und nicht weg kamen,bis Monsieur das erstemahl den Hof im Unwillenverließ, zu den Waffen griff, und zur ersten Bedin-gung des Friedens ihre josiaffung verlangte, da siedenn ohne wettern Prozeß frey gegeben wurden.

Man sagte bey Hof, ohne seine Gemahlin« dieFrau von Montmorency, welche der, König sein Bru-der vorzüglich liebte, würde man dem Herrn Marschallsogleich den Prozeß gemacht haben. Denn es sollen ei-nige Beweise gegen ihn vorhanden gewesen seyn undder Herr Marschall von Coffs, der bisweilen gernescherzte sagte;ich weiß nicht, was der Herr vonMontmorency gekhan haben mag; was aber mich be-trist, so weiß ich wohl, daß ich nichts gethan habe,weswegen man mich mit ihm gefangen setzen könnte,außer allenfalls um «hm Gesellschaft zu leisten, wennman ihn abthun wird, so wie man bisweilen armenTeufeln thut, die man ausknüpft, bloß um ihren Kam-mcradcn Gesellschaft zu leisten, wenn gleich sie selbstnichts gethan haben."

Es mag seyn, daß man ihm durchaus zu!eib ^wollte» Denn ich wüßte nichts anders von ihm zu sagen,als daß ich ihn stets als einen Mann von großer Recht-fchaffenhett, Ehre und Tapferkeit gesunden habe, der' ein