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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
LXX
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r.xx

Fortgang und Ende der Ligue.

redllchkeiten und des allgemeinsten Mißtrauensgegen sich gewiß, jeden Gegner ihrer eigenen Schän-de zu nden. Himmel und Erde wurden dafür be-wegt, daß der Sprecher der Kirche, der Sttllver-treter des Allerbarmenden, alle Rückkehr demApostaten versagen müsse. Denn so nannte manden Mann, dessen Biderkeir auf dem Throne demMenfthenbcobachter für die Falschheit so vieler Ca-binete ein Aequivalent werden kann, bloß weil ihneinst die Bartholomäusnacht in die Messe getrie-ben und er sich von jenem Zwang, so bald er freyeralhmete, wieder losgesagt hatte.

Diese Erbärmlichkeiten waren doch stark ge-nug, Frankreichs Wiederherstellung vom drittennoch bis ins neunte Jahr zu verzögern. So langeHane Heinrich ttythig, um das Interesse der ein-zelnen Magnaten auszualeichen und was sie ihmschuldig waren, ibnen abzuhandcln. So langedrehte sich die römische Curie in den Krümmungenselbst ersonnener Formen, bis Heinrichs lV, Ge-sandten mit einigen Schlagen aus den Rücken vonder Hand des heiligen Vaters den letzten Forde,rungen des kirchlichen Stolzes genug lhun durften.Spanien mußte selbst unmittelbar noch mit demSchwerte zmückgewiesen werden. Die Herzeneroberte sich Heinrich erst als Besitzer durch bey-spiellose Güte und Klugheit. Paris konnte mannurdurch Lisi einnehmen. hlnd sy, nachdem alleKöpfeder Hydra, Ligue, thens abgehauen theils allmähligeingeschlafert waren, konnte endlich der Sieger sei-nem Vaterland srey die Hand reichen, um durch eineMenge von Beweisen seiner Kromvmdigkeit dieWunden eines Zy jährigen Bürgerkriegs zu heilenund durch eine ganz neue Schöpfung der Staats-maschine sich einzig neben Carl, dem Stifter dieserMonarchie, dcn Nahmen des Großen zu verdienen.

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