XU Fortgang und Ende
Jene sieben, in sich selbst so unbedeutendenFehden waren die Vorübungen, durch welche derHang des Adels und der Nation zu den flüchtigenReizen eines gesetzlosen Zustandes genährt, unddie kriegerische Kühnheit aller Abentheurer und Un-zufriedenen inzwischen geweckt und in Athem erhal-ten wurde, bis die Häupter der unstäten Faclio-nen zum vereinten Ausbruch ihr Signal zu gebenfür gut fanden» -
Diese, wie im betäubenden Geräusche derinnern Zwietracht dieß gewöhnlich ist, wußteneigentlich allein, um weichen Preis es ihnen zuthun sey. Jndeß machte sich jeder andere, meistunbekümmert um den gemeinschaftlichen Gegen-stand seiner Parthie selbst , ins geheim sein eignesZiel, wie bald Ehrsucht oder Raubgier, bald Ra-che oder Aberglauben es ihm vor seinen verblendetenAugen absteckten. Wie selbst das nahmenlosesteMitglied die ganze Vereinigung nur als Mittelfür seine besondere Absichten betrachtete, so warennoch mehr die Vornehmsten,.an deren Nahmen dieGeschichte den Faden der Begebenheiten anknüpft,darüber mit sich längst im reinen, daß Religionund Wohl des Staats, heilige Symbole, dieman sich gegenseitig zurief, nur die schön klin-genden Worte seyen, welche den Aushängeschildfür den Mausenden, gaffenden Haufen zierenmüßten.
Drey