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8 : Abth. 1, Bd. 8 (1895) Der Fall Wagner [u.a.]
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28.

AVenn das Weib männliche Tugenden hat, so istes zum Davonlaufen; und wenn es keine männlichenTugenden hat, so läuft es selbst davon.

29.

Wie viel hatte ehemals das Gewissen zu beissen fwelche guten Zähne hatte es! Und heute? woran fehltes? Frage eines Zahnarztes.

30 .

Man begeht selten eine Übereilung allein. In derersten Übereilung thut man immer zu viel. Eben darumbegeht man gewöhnlich noch eine zweite und nun-mehr thut man zu wenig . . .

3i-

Der getretene Wurm krümmt sich. So ist es klug.Er verringert damit die Wahrscheinlichkeit, von Neuemgetreten zu werden. In der Sprache der Moral:Demuth.

32.

Es giebt einen Hass auf Lüge und Verstellung', auseinem reizbaren Ehrbegriff; es giebt einen ebensolchenHass aus Feigheit, insofern die Lüge, durch ein göttlichesGebot, verboten ist. Zu feige, um zu lügen . . .

33-

Wie wenig gehört zum Glücke! Der Ton einesDudelsacks. Ohne Musik wäre das Leben ein Irrthum.Der Deutsche denkt sich selbst Gott liedersingend.

Nietzsche, Werke Band VIII.

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