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28.
AVenn das Weib männliche Tugenden hat, so istes zum Davonlaufen; und wenn es keine männlichenTugenden hat, so läuft es selbst davon.
29.
„Wie viel hatte ehemals das Gewissen zu beissen fwelche guten Zähne hatte es! — Und heute? woran fehltes?“ — Frage eines Zahnarztes.
30 .
Man begeht selten eine Übereilung allein. In derersten Übereilung thut man immer zu viel. Eben darumbegeht man gewöhnlich noch eine zweite — und nun-mehr thut man zu wenig . . .
3i-
Der getretene Wurm krümmt sich. So ist es klug.Er verringert damit die Wahrscheinlichkeit, von Neuemgetreten zu werden. In der Sprache der Moral:Demuth. —
32.
Es giebt einen Hass auf Lüge und Verstellung', auseinem reizbaren Ehrbegriff; es giebt einen ebensolchenHass aus Feigheit, insofern die Lüge, durch ein göttlichesGebot, verboten ist. Zu feige, um zu lügen . . .
33-
Wie wenig gehört zum Glücke! Der Ton einesDudelsacks.— Ohne Musik wäre das Leben ein Irrthum.Der Deutsche denkt sich selbst Gott liedersingend.
Nietzsche, Werke Band VIII.
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