Druckschrift 
18 : Abth. 3, Philologica ; Bd. 2 (1912) Unveröffentlichtes zur Litteraturgeschichte, Rhetorik und Rhythmik
Entstehung
Seite
274
Einzelbild herunterladen
 

274

3. Die 7 otacpopal *o8mv nach Aristoxenus 1 ).

I. Der Grösse nach (8ia©opa xaxa [asyeöoc) unterscheidensich die Takte durch die Zahl der in einem jeden ent-haltenen xpovoi -äpmxot. Der kleinste ist der von 3 /povot7tpü)Toi oder f-Takt, grössere sind der f, f,§ u. s. w.

II. Durch das Taktgeschlecht (xaxa yevoc oder xaxaXojov Tro8tx6v), je nachdem sämmtliche ypovoi Ttptöxot in zweigleiche oder zwei ungleiche Abschnitte zu zerlegen sind:entweder beide gleich, yevoc taov, oder der eine das Doppeltedes anderen, yivog SnrXa'cttov, oder das Anderthalbfache desanderen, fjjnoXiov. Daktylisch, jambisch, päonisch. Dazu fügtAristoxenus als secundäre Taktgeschlechter bei seiner Auf-fassung des Auftaktes das triplasische und epitritische. Vonden gleichen Abschnitten des geraden Taktes ist der eine derschwere, der andere der leichte: auch die beiden kleinstendreitheiligen und der kleinste fünftheilige Takt zerfallen nachantiker Theorie in 2 /povot: die grösseren dreitheiligen ent-halten 3, die grösseren fünftheiligen nicht 5, sondern 4 ^povpi.

III. Die einen Takte sind rational, die anderen irratio-nal. Alle modernen Takte rational; Aristoxenus behauptetauch das Vorkommen irrationaler, indem das eine Takttheildas legitime Maass um ein kleines Zeittheilchen überschreitet.

IV. Einfache und zusammengesetzte Takte.Die ersteren in /jiöw. zu zerlegen, von denen mindestensje einer immer kleiner als der kleinste Takt (z. B. f -Jf I). Die zusammengesetzten bestehen aus mehreren diesereinfachen Takte (| -f-§-).

V. Stacsopa xaxa 8tatpeaiv: Takte von gleicher Grösse,aber ungleichem Taktgeschlecht unterscheiden sich durchdie Grösse und Zahl ihrer beiderseitigen Taktabschnitte,

z. B. und

xpovoc

oder f und f:

m m

2 ~ * f

XP- X P- XP-

4 ÜJ2 :

XP- XP:

h Aristides p. 51.