VI
S. 448 Z. 10 v. u.: Ha! Herauf, "Würde!
Tugend - TViirde! Europäer - Würde!blase, blase wieder,
Blasebalg der Tugend!
Der Schluss von „Unter Töchtern der Wüste“ lautet in den „Dionysos-Dithyramben“:
Die Wüste wächst: weh Dem, der Wüsten birgt!
Stein knirscht an Stein, die Wüste schlingt und würgt.
Der ungeheure Tod blickt glühend braun,und kaut —, sein Leben ist sein Kann . . .
Vergiss nicht, Mensch, den Wollust ausgeloht:
Du — bist der Stein, die Wüste, bist der Tod . . .
* *
Die Text-Änderungen in den dem Gesang des Wanderers voraus-gehenden Prosa-Seiten des Abschnitts „Unter Töchtern der Wüste“(S. 442 — 444) stammen gleichfalls aus dem Manuscript der Dionysos-Dithyramben.
Auf S. 461 ist der frühere Titel „Das Nachtwandler Lied“ in„Das trunkne Lied“ geändert auf Grund einer Bleistift - CorrecturNietzsche’s in seinem Handexemplar des Drucks von 1885.
Auf die selbe Quelle geht die Änderung auf S. 472 Z. 4 v. u. zurück,die in den früheren Ausgaben so lautete: „Sie schlafen noch in meinerHöhle, ihr Traum kaut noch'an meinen Mitternächten. Das Ohr, dasnach mir horcht, — das gehorchende Ohr fehlt in ihren Gliedern“.
Naumburg, im August 1894.
Fritz Koegel
Die Herbst 1895 erschienene, 1896 datirte fünfte Auflage von„Also sprach Zarathustra“ beruht auf demselben Druck wie die imHerbst 1894 ausgegebene vierte Auflage. Das gleiche gilt von der vor-liegenden sechsten Auflage.
Fritz Koegel