t
*\
welche Allen, die ihm zuhörten, das Herz im Leibebewegte.
„Meine Freunde insgesammt, sprach der hässlichsteMensch, was dünket euch? Um dieses Tags Willen —ich bin’s zum ersten Male zufrieden, dass ich das ganzeLeben lebte.
Und dass ich so viel bezeuge, ist mir noch nichtgenug. Es lohnt sich auf der Erde zu leben: Ein Tag,Ein Fest mit Zarathustra lehrte mich die Erde lieben.
„War Das — das Leben?“ will ich zum Todesprechen. „Wohlan! Noch Ein Mal!“
Meine Freunde, was dünket euch? Wollt ihr nichtgleich mir zum Tode sprechen: War Das — dasLeben? Um Zarathustra’s Willen, wohlan! Noch EinMal!“-
Also sprach der hässlichste Mensch; es war abernicht lange vor Mitternacht. Und was glaubt ihr wohl,dass damals sich zutrug? Sobald die höheren Menschenseine Frage hörten, wurden sie sich mit Einem Maleihrer Verwandlung und Genesung bewusst, und werihnen dieselbe gegeben habe: da sprangen sie aufZarathustra zu, dankend, verehrend, liebkosend, ihm dieHände küssend, so wie es der Art eines Jeden eigenwar: also dass Einige lachten, Einige weinten. Der alteWahrsager aber tanzte vor Vergnügen; und wenn erauch, wie manche Erzähler meinen, damals voll süssenWeines war, so war er gewisslich noch voller des süssenLebens und hatte aller Müdigkeit abgesagt. Es giebtsogar Solche, die erzählen, dass damals der Esel getanzthabe: nicht umsonst nämlich habe ihm der hässlichste
V
J
462