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Also sprach Zarathustra : ein Buch für alle und keinen
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du erriethest, wie Dem zu Muthe ist, welcherihn tödtete. Bleib! Und willst du gehn, du Un-geduldiger: geh nicht den Weg, den ich kam. DerWeg ist schlecht.

Zürnst du mir, dass ich zu lange schon rede-rade-breclie? Dass ich schon dir rathe? Aber wisse, ichbins, der hässlichste Mensch,

der auch die grössten schwersten Füsse hat.Wo ich gieng, ist der Weg schlecht. Ich trete alleAVege todt und zu Schanden.

Dass du aber an mir vorübergiengst, schweigend;dass du erröthetest, ich sah es wohl: daran erkannteich dich als Zarathustra.

Jedweder Andere hätte mir sein Almosen zuge-worfen, sein Mitleiden, mit Blick und Rede. Aber dazu bin ich nicht Bettler genug-, das erriethest du

dazu bin ich zu reich, reich an Grossem, anFurchtbarem, am Blässlichsten, am Unaussprechlichsten!Deine Scham, oh Zarathustra, ehrte mich!

Mit Noth kam ich heraus aus dem Gedräng derMitleidigen, dass ich den Einzigen fände, der heutelehrtMitleiden ist zudringlich dich, oh Zarathustra!

. sei es eines Gottes, sei es der Menschen Mit-leiden: Mitleiden geht gegen die Scham. Und Xicht-helfen - wollen kann vornehmer sein als jene Tugend,die zuspringt.

Das aber heisst heute Tugend selber bei allenkleinen Leuten, das Mitleiden: die haben keine Ehr-furcht vor grossem Unglück, vor grosser Hässlichkeit,vor grossem Missrathen.

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Nietzsche, Werke Band VI.

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