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Woher kommen die höchsten Berge? so fragte icheinst. Da lernte ich, dass sie aus dem Meere kommen.
Diess Zeugniss ist in ihr Gestein geschrieben undin die Wände ihrer Gipfel. Aus dem Tiefsten mussdas Höchste zu seiner Höhe kommen. —
Also sprach Zarathustra auf der Spitze des Berges,wo es kalt war; als er aber in die Nähe des Meeres kamund zuletzt allein unter den Klippen stand, da war erunterwegs müde geworden und sehnsüchtiger als nochzuvor.
Es schläft jetzt Alles noch, sprach er; auch dasMeer schläft. Schlaftrunken und fremd blickt sein Augenach mir.
Aber es athmet warm, das fühle ich. Und ichfühle auch, dass es träumt. Es windet sich träumendauf harten Kissen.
Horch! Horch! Wie es stöhnt von bösen Er-innerungen! Oder bösen Erwartungen?
Ach, ich bin traurig mit dir, du dunkles Ungeheuer,und mir selber noch gram um deinetwillen.
Ach, dass meine Hand nicht Stärke genug hat! Gerne,wahrlich, möchte ich dich von bösen Träumen erlösen! —
Und indem Zarathustra so sprach, lachte er mitSchwermuth und Bitterkeit über sich selber. Wie! Zara-thustra! sagte er, willst du noch dem Meere Trost singen?
Ach, du liebreicher Narr Zarathustra, duVertrauens-Überseliger! Aber so warst du immer: immer kamstdu vertraulich zu allem Furchtbaren.
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