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mich betrügen lasse, um nicht auf der Hut zu sein vorBetrügern.
Ach, wenn ich auf der Hut wäre vor dem Menschen:wie könnte meinem Balle der Mensch ein Anker sein!
Zu leicht risse es mich hinauf und hinweg!
Diese Vorsehung ist über meinem Schicksal, dassich ohne Vorsicht sein muss.
Und wer unter Menschen nicht verschmachten will,muss lernen, aus allen Gläsern zu trinken; und werunter Menschen rein bleiben will, muss verstehn, sichauch mit schmutzigem Wasser zu waschen.
Und also sprach ich oft mir zum Tröste: „Wohlan!Wohlauf! Altes Herz! Ein Unglück missrieth dir: ge-niesse diess als dein — Glück!“
Diess aber ist meine andre Menschen-Klugheit: ichschone die Eitlen mehr als die Stolzen.
Ist nicht verletzte Eitelkeit die Mutter aller Trauer-spiele? Wo aber Stolz verletzt wird, da wächst wohletwas Besseres noch, als Stolz ist.
Damit das Leben gut anzuschaun sei, muss seinSpiel gut gespielt werden: dazu aber bedarf es guterSchauspieler.
Gute Schauspieler fand ich alle Eitlen: sie spielenund wollen, dass ihnen gern zugeschaut werde, — allihr Geist ist bei diesem Willen.
Sie fuhren sich auf, sie erfinden sich; in ihrer Näheliebe ich’s,- dem Leben zuzuschaun, — es heilt vonder Schwermuth.
Darum schone ich die Eitlen, weil sie mir Ärzte
V- J
2 11
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